Kia EV6 GT im Test

Der Satz des Kollegen kommt unvermittelt, aber aus tiefster Überzeugung: „Der hat ja ’nen Hintern wie Kim Kardashian!“ Und ja, der Kia EV6 GT hat durchaus ein ausladendes Heck. Ein Nachteil ist das für die Elektrorakete aber nicht, weder bei der Optik noch bei den Fahreigenschaften.

Mit 585 PS kommt der koreanische Stromer daher, absolviert den Sprint von 0 auf 100 km/h in gerade mal 3,5 Sekunden. Spitze: Das Sportmodell des normalen EV6 schafft 260 Kilometer pro Stunde, wenn es die Autobahn zulässt.

Nicht nur das Heck hat der EV6 GT mit Kim Kardashian gemein, auch die Höhe: rund 1,55 Meter. Der Koreaner ist zudem 1,90 Meter breit und 4,70 Meter lang, fährt mit 21-Zoll-Felgen und 255er-Bereifung vorn und 265er hinten.

Im Innenraum bietet die GT-Version recht bequeme Sportsitze, die allerdings nicht elektrisch verstellbar sind. Schade. Dafür begeistert die Innenraum-Optik des Crossovers zwischen Limousine und SUV. Akzente werden mit giftgrünen Nähten bei den Veloursledersitzen gesetzt, zwei 12,3-Zoll-Displays bieten alles an Informationen, was man so benötigt, und das Head-up-Display spart den Blick auf den Tacho. Der Kofferraum ist mit 480 Litern nicht riesig, kann aber durch eine umgeklappte Sitzbank auf 1260 Liter erweitert werden.

Die 585 PS verteilt der Allradantrieb über zwei Motoren (Front: 218 PS, Heck: 367 PS) auf die Achsen. Drückt man die besagte giftgrüne GT-Taste, legt die Elektrorakete von Kia so richtig los. Elektrisches Sperrdifferenzial, Aufhängung und Lenkung werden auf „maximal dynamisch“ gestellt.

Wie das wirkt, bei etwa 100 km/h auf der Autobahn? So muss sich David Hasselhoff als Michael Knight in seinem K.I.T.T. in der Serie „Knight Rider“ gefühlt haben, wenn er den „Pursuit Mode“ aktiviert hat. Nach Drücken der Taste und einem Tritt aufs Gaspedal macht sich ob der Beschleunigung nur noch ein Grinsen im Gesicht breit.

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