Der Mazda CX-80 im Praxistest

Unter den acht großen japanischen Autoherstellern ist Mazda – aktuell viertgrößter Produzent – bekannt dafür, immer etwas gegen den Strom zu schwimmen. Die Autobauer aus Hiroshima halten nach wie vor am Kreiskolbenmotor fest, sie brachten den ersten Benziner mit Selbstzündung (Skyactiv-X-Motor) und präsentieren nun mit dem CX-80 ein Dickschiff mit einem Sechszylinder-Diesel – ganz gegen den Downsizing- und Voll-Elektro-Trend. Damit liegt Mazda im Trend: Eine aktuelle Studie zeigt, dass lediglich 17 Prozent der Befragten sich beim nächsten Autokauf für ein reines Elektroauto entscheiden würde.

Bekannte Schalter und Knöpfe im Cockpit

Der CX-80 ist zwar eine komplette Neuentwicklung, aber er ist kein futuristisches Gefährt. Sein Äußeres teilt er sich im Grunde mit dem kleineren CX-60, nur dass der Neue auf 4,99 Meter Länge gewachsen ist. Das Cockpit im dicken Mazda ist erfreulich konservativ gestaltet. Das bedeutet, dass es nach wie vor jede Menge Knöpfe und Schalter gibt, deren Funktion aber selbsterklärend und deren Bedienung einfach ist. Dazu kommt der bekannte Drehdrücksteller auf der Mittelkonsole. Da bedarf es keiner langer Eingewöhnung. Also drückt man den Startknopf und dieselt los.

Entspannter Kilometerfresser mit viel Kraft

Der Reihen-Sechszylinder mit 3.283 Kubikzentimetern Hubraum ist erwartungsgemäß ein souveränes Aggregat. Mit einer Maximalleistung von 254 PS und einem maximalen Drehmoment von 550 Nm, das bereits ab 1500 U/min anliegt, hat er stets ausreichend Kraft, den 2.131 Kilogramm schweren Mazda adäquat zu bewegen. Schnell wird sein bevorzugtes Einsatzgebiet klar: Der CX-80 ist ein angenehmer Kilometerfresser, mit dem man bei moderatem Tempo auf der Autobahn sehr entspannt sehr weit fahren kann. Das ist gut fürs Wohlbefinden und das Punktekonto, denn gerade auf der Autobahn kann zu dichtes Auffahren auf den Vordermann unter Einsatz der Lichthupe schnell als Nötigung ausgelegt werden. Und die wird teuer.

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