Mazda CX-80 (2025) im Test: Sieben Sitze, sechs Zylinder, null Wichtigtuerei

Mazda war schon immer eine Art stiller Rebell im Autogeschäft. Während andere Marken mit grell illuminierten Kühlergrills, überfrachteten Touchflächen und digitaler Daueranimation um Aufmerksamkeit buhlen, geht Mazda einen anderen Weg: reduziertes Design, klassische Bedienung, echte, meist ambitionierte Technik.

Der neue CX-80 ist die konsequente Fortsetzung dieser Philosophie – das größte und ambitionierteste Modell der Marke für Europa. Drei Sitzreihen, fast fünf Meter lang, serienmäßiger Allradantrieb, drehmomentstarker Sechszylinder-Diesel. Wer da nicht hellhörig wird, hat vermutlich gerade einen Q7 konfiguriert. Unter der Haube arbeitet ein seltener Vertreter seiner Art: ein 3,3-Liter-Reihensechszylinder-Diesel mit 254 PS, kombiniert mit Mildhybrid-Technik und Allradantrieb.

Gedacht ist der CX-80 für Menschen, die mehr Raum brauchen, aber nicht jeden Zentimeter mit Markenprestige tapezieren wollen. Familien, die komfortabel reisen wollen, ohne gleich zum Van zu greifen. Zugfahrzeug-Sucher, denen Technik wichtiger ist als Leuchtband-Design. Und Fahrer, die statt aufgeblasener Turbo-Vierzylinder lieber auf echten Hubraum setzen. Mazda zielt mit dem CX-80 auf all jene, die in der Oberklasse mitspielen wollen – aber nicht im selben Clubhaus sitzen müssen. Ob das aufgeht, muss er im Test beweisen.

Statt optischem Bodybuilding gibt’s beim CX-80 einen maßgeschneiderten Maßanzug. Kein Gewürge um Aufmerksamkeit, sondern souveräne Präsenz. Lange Haube, scharf geschnittene Scheinwerfer, ein Dachverlauf, der nicht nach Van aussieht – der CX-80 sieht schon beeindruckend aus. Bis zur B-Säule entspricht er übrigens seinem kleineren Bruder CX-60, dahinter machen sich aber die 25 Zentimeter mehr Länge (sowohl Außenlänge als auch Radstand) optisch bemerkbar. Er wirkt schon sehr, sehr lang, der CX-80, auch wenn eine andere Fensterlinie dies etwas zu kaschieren versucht.

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