Nein, den Kia Sportage gibt es nicht als rein elektrische Variante. Allerdings neben dem klassischen Verbrenner auch mit Hybrid- oder PHEV-Antrieb. Nun hat das SUV eine Modelpflege bekommen.
Momentan strapazieren viele Autohersteller den Begriff der „Technologieoffenheit“. Damit meinen sie, dass sie Autos sowohl mit E-Antrieb als auch mit Verbrennern anbieten. Dass die Ingenieure dabei etliche Kompromisse eingehen müssen, verschweigen sie gerne.
Bei Kia läuft’s anders: Neue Autos kommen konsequent als E-Modelle auf den Markt, und die Verbrenner werden weitergepflegt. Der Sportage etwa bleibt bei seiner Antriebspalette ganz klassisch. Den kompakten SUV gibt’s mit diversen Benzinern, als Hybriden oder Plug-in-Antrieb sowie – man mag es kaum glauben – auch noch mit Diesel. Das Ganze mit Front- oder Allradantrieb, Handschaltung oder Automatikgetriebe sowie sieben Jahre Garantie. Ein Stromer findet sich im Portfolio dagegen nicht.
Treue Kundschaft seit 30 Jahren
Die Kia-Kunden scheinen den auch nicht zu vermissen. Über 30 Jahre gibt’s die Baureihe, und sie hat sich eine treue Kundschaft aufgebaut. Im ersten Halbjahr 2025 verkauften die Kia-Händler Monat für Monat über 1000 Sportage, was den SUV zum erfolgreichsten Modell der Koreaner nach dem im Golf-Segment angesiedelten Ceed macht. Der SUV bietet viel Platz, auf der Rückbank sogar mehr als alle Modelle in der 4,50-Meter-Klasse, lässt sich unkompliziert bedienen, ist hochwertig eingerichtet. Alles starke Kaufargumente im hart umkämpften Segment mit starken Konkurrenten wie VW Tiguan, Ford Kuga oder Peugeot 5008.
Damit das auch weiter so bleibt, wurde die erst seit 2022 laufende fünfte Modellgeneration überarbeitet. Ihre Front bekam geänderte LED-Scheinwerfer und orientiert sich jetzt optisch an den neuen E-Autos. Ein paar kleine Designkniffe betonen die Breite und lassen den Wagen etwas stämmiger auf den bis zu 19 Zoll großen Rädern stehen.
Motoren wurden überarbeitet
Wichtiger als die optischen Änderungen ist jedoch, was sich im Innenraum und unterm Blech getan hat. So wurden beispielsweise die Motoren überarbeitet. Der 1,6-Liter-Benziner verliert sein 48-Volt-System und ist jetzt wieder in zwei Leistungsstufen mit 110 kW/150 PS und Front- sowie mit 132 kW/180 PS und Allradantrieb erhältlich.
Diese stärkere Version des Turbobenziners dient auch als Basis für den Sportage Hybrid. Das mit Front- und Allradantrieb erhältliche Modell kombiniert den 180-PS-Motor mit einer 47-kW-E-Maschine, sodass die Systemleistung von bisher 158 kW/215 PS auf 176 kW/239 PS steigt. Dank des kräftigeren Gesamtpakets fährt der Wagen noch häufiger rein elektrisch, vor allem in der Stadt, aber auch bei höherem Tempo auf der Autobahn. Beim Anfahren oder Überholen schiebt der SUV sehr druckvoll an, sprintet in knapp acht Sekunden auf 100 km/h. Auch dank der neuen, sanft schaltenden und gut abgestimmten Sechsgang-Automatik ist der Hybrid die ausgewogenste und komfortabelste Version des Sportage.




