Hohe Reichweite: So will der elektrische Kia EV3 zum Alltagshelden werden

Mit dem EV3 erweitert Kia sein Programm um einen neuen Elektro-Crossover im Kompakt-Format. Der EV3 fällt durch seine ungewöhnliche Optik auf und kommt mit einer Batterieladung bis zu 600 Kilometer weit. Damit soll er alltagstauglich genug sein, um einen Verbrenner vergessen zu machen.

Kia hat alles richtig gemacht mit der Elektromobilität: Schon früh haben die Südkoreaner mitgemischt, und lange bevor Volkswagens ID-Familie das Licht der automobilen Welt erblickte, ist im Jahr 2014 der vollelektrische Kia Soul über Deutschlands Straßen gestromert. Später folgte der Crossover Niro EV. Und die Sportlimousine EV6 sowie der XXL-Siebensitzer EV9 gehören zu den raren Elektroautos, die sich der leistungsstarken 800-Volt-Ladetechnik bedienen.

Doch seit dem abrupten Förder-Aus Ende 2023 spielen die Autokäufer nicht mehr so mit, wie man sich das erhofft hat: Sie halten Distanz zum elektrischen Fahren. Diese Zurückhaltung soll nun ein ganz neues Elektromodell überwinden, dem Produktmanager Rogier Priester das Zeug zum „main householder“ zuschreibt, zum Hauptauto der Familie also.

Botschaft an Bedenkenträger

Die Rede ist vom 4,30 Meter langen EV3, der im populären Marktsegment der Kompakt-Crossover antritt und Mitte November 2024 ab knapp 36.000 Euro zum Händler fährt. Er sei davon überzeugt, „dass der EV3 viele ermutigen wird, die beim Wechsel zur E-Mobilität bisher noch gezögert haben“, sagt Kia-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Djuren, und geht gleichzeitig davon aus, dass der Neue „häufigen Bedenken gegenüber Elektroautos entgegenwirken wird“.

Das wollen wir uns näher ansehen. Zunächst die Basics: Der EV3 steht in zwei Akkugrößen mit 58,3 oder 81,4 kWh bereit, die Antriebsleistung von 150 kW/204 PS ist jeweils die gleiche, sie wirkt auf die Vorderräder. Als Mitbewerber sollen Modelle wie Volvo EX30, Smart #1, Cupra Born oder VW ID.3 angegangen werden, aber auch der kommende Skoda Elroq dürfte zum Kreis der Konkurrenten gehören. Von ihnen unterscheidet sich der EV3 aber durch eine expressiv technoide Spacigkeit, die ersichtlich den großen und ebenfalls auf der Elektroplattform GMP-2 basierenden Bruder EV9 zum Vorbild hat.

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