Keine Heckscheibe, viel Leistung und der Preis überrascht: Polestar 4 im Test

Der Polestar 4 zeigt im Test: Der hat es auf die Luxus-Autos von Audi, BMW und Mercedes abgesehen, kostet dabei aber deutlich weniger als die deutsche Konkurrenz. Abseits wunderlicher Eigenarten wie der fehlenden Heckscheibe, punktet er mit Komfort, guter Anmutung und Leistung ohne Ende.

Fazit: Der Polestar 4 kann Audi & Co. das Leben schwer machen

Der Polestar 4 will den etablierten deutschen Autobauern das Leben schwer machen, und das könnte ihm auch gelingen. Neben dem einzigartigen Design innen (Business-Class-Rückbank, Sporthose-Türverkleidung) und außen (keine Heckscheibe, kurze Überhänge) spricht das sehr komplette Paket dafür. Das E-Auto identifiziert sich als SUV-Coupé, wirkt im Test aber eher wie eine große Limousine, die es aus Mercedes EQE/EQS, BMW i5 oder den Audi A6 abgesehen hat. Der Polestar 4 ist ein echter Sprinter, eine ordentliche Reichweite und üppigen Platz – jedoch eher für Passagiere als Gepäck. Ein Familienmobil ist er wohl nicht.

Für wen ist der Polestar 4?

Sicher spricht der Polestar 4 vor allem Paare und Eltern erwachsener Kinder an, die nicht mehr mit Schokofingern die hübschen Materialien gefährden. Den meisten Menschen reicht sicher die Variante mit 272 PS und Heckantrieb, doch der Sprung zur doppelt so starken Allradversion ist nicht groß genug, um nicht zumindest interessant zu sein. Ab Werk ist er toll ausgestattet – und qualifiziert sich mit einem Einstiegspreis von 57.900 bzw. 65.900 Euro und dank der daraus resultierenden bevorzugten Besteuerung des geldwerten Vorteils (0,25 Prozent) in beiden Varianten als idealer Dienstwagen. Schlecht für Audi, BMW und Co.

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