Fahrbericht Kia Ceed 1.5 T-GDI

Sag doch einfach, wir fahren Ceed. Der Konkurrent von Golf und Astra ist optisch ein Hingucker. Ob er auch mit seinen inneren Werten überzeugen kann, klärt der Testbericht von FOCUS Online.

Die Veränderung des Logos nach mehr als 25 Jahren ist das eine, die Entwicklung der koreanischen Marke Kia eine andere. Hohe Wertigkeit, mittlerweile ein sehr ansprechendes Design, dazu sieben Jahre oder 150.000 km Garantie – beim Kampf um Marktanteile hat Kia gute Argumente.

In der Kompaktklasse gehört dazu der Ceed. Die dritte Generation ist der Bestseller der Marke, das Facelift wurde im Oktober 2021 vorgestellt. Dabei thront hier ausgerechnet der Platzhirsch, der wie Tempo bei Papiertaschentüchern als Synonym gilt: der Golf als Primus in seiner Klasse.

Der Kühlergrill ist oben und unten von Chromelementen eingerahmt, am Heck fallen die Rücklichter auf, die je aus 48 wabenförmigen LED-Lichtern bestehen. Kann man mögen, muss man aber nicht. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Facelifts. Aber alles an diesem Auto wirkt modern – es ist gar nicht das Ziel, etwas Zeitloses auf die Straße zu bringen.

Vor allem beim leicht zum Fahrer geneigten Cockpit gibt es Veränderungen: Neben dem serienmäßigen 12,3-Zoll-Navigationssystem gibt es in der Aufpreisliste das digitale 10,25-Zoll-Kombiinstrument, das vier verschiedene Ansichten darstellen kann.

In Sachen Verarbeitungsqualität und Materialanmutung hat Kia in den letzten Jahren einen enormen Sprung nach vorne gemacht, das wirkt alles sehr hochwertig. Durch die zunehmende Digitalisierung im Fahrzeug hat sich der Eindruck tendenziell noch verstärkt: Alles ist gut ablesbar und sinnvoll strukturiert.

Fans der Silberscheiben müssen allerdings auf andere Autos ausweichen, ein CD-Laufwerk gibt es nicht. Dafür ist im Testwagen ein Navigationssystem dabei. Zur Serienausstattung gehört ein Radio mit DAB+, ein JBL-Soundsystem, eine Bluetooth-Freisprechanlage sowie die Smartphone-Integration über Android und Apple.

Viel Platz bietet der Ceed für Fahrer und Beifahrer. Mit 190 cm stößt man nirgends an seine Grenzen, weder bei der Kopf- noch bei der Beinfreiheit. Auf der Rückbank geht es etwas enger zu, aber für insgesamt vier Personen ist der Wagen reisetauglich. Lediglich die fünfte Person sollte nur kurz mit dabei sein – oder ein Kind in der Mitte Platz nehmen.

Der Kofferraum ist mit 395 bis knapp 1300 Litern klassenüblich und absolut ausreichend. Die Ladekante mit niedrigen 67 cm über der Straße ist angenehm rückenschonend. Dafür ist das Heckklappenschloss bei geöffnetem Kofferraum in einer Höhe, in der man sich ab 1,90 Metern Körpergröße relativ leicht den Kopf stoßen kann.

Ein Benziner mit 160 PS, zumindest im Testwagen samt GT-Line. Die Spanne reicht damit vom Einstiegsbenziner mit 100 PS bis zum GT, der 204 Pferdestärken besitzt. Wer nicht einen Schaltwagen, sondern einen mit DCT-Automatik nimmt, hat zugleich die Option für ein Mildhybrid-System.

Mit seinen 160 PS und einem maximalen Drehmoment von 253 Nm beschleunigt der 1.5-Liter-Benziner in 8,4 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 210 km/h. Der Verbrauch des 4,325 Meter langen, 1,8 Meter (2,04 mit Außenspiegeln) breiten und 1,442 Meter hohen Ceed wird laut WLTP mit 5,5 Litern angegeben. Das ist mit moderatem Gasfuß auch machbar.

Der Ceed beginnt als „Edition 7“ bei 21690 Euro. Dafür gibt es den 1.0 T-GDI mit 100 PS und Schaltgetriebe. Der Testwagen als GT-Line beginnt bei 29.890 Euro. Dann sind Extras wie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, beheizbares Lederlenkrad, Privacy-Verglasung (dunkel getönte Scheiben ab B-Säule), Querverkehr-Warner zur Erkennung von Fahrzeugen im toten Winkel beim Querausparken, Smart-Key und Startknopf sowie ein aktiver Totwinkelassistent mit Bremseingriff dabei. Preislich kann man mit der Platinum-Variante sogar noch eine Stufe höher einsteigen – bei 34.790 Euro.

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