Das Konzept des kompakten Crossovers Niro passt gut in den Alltag. Fragt sich nur, mit welchem Antrieb. AUTO BILD vergleicht drei Varianten.
Modernisierte Optik, neue K-Plattform, viel Fahrassistenz – die zweite Auflage des Niro zeigt sich deutlich aufgemöbelt, ohne bekannte Tugenden zu vernachlässigen. Modernisierte Optik, neue K-Plattform, viel Fahrassistenz – die zweite Auflage des Niro zeigt sich deutlich aufgemöbelt, ohne bekannte Tugenden zu vernachlässigen.
Das Platzangebot geht für die Größe absolut in Ordnung, die Bedienung bleibt weitgehend rätselfrei, die Verarbeitungsqualität stimmt – auch wenn im Kofferraum immer noch kratzempfindlicher Kunststoff lauert. Dafür wurden viele andere Materialien nachhaltig hergestellt.
Bei den Motoren fährt Kia ebenfalls einen grünen Kurs. Neben dem Stromer treten hier Plug-in-Hybrid und Vollhybrid an. Die beiden Verbrennervarianten besitzen auffällig viele Gemeinsamkeiten wie etwa den 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS, Vorderradantrieb und ein harmonisch abgestimmtes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe.
Externes Laden sowie mehr Elektro- und Akku-Power kennzeichnen den Stecker-Niro. Der geht deshalb nicht nur spürbar flotter zu Werke, sondern schafft immerhin rund 50 Kilometer rein elektrisch. Der Vollhybrid bittet meist schon nach wenigen Hundert Metern den 1.6er-Sauger um Hilfe. Dem kommt der Vierzylinder auch gern nach, er wirkt allerdings deutlich bemühter und muss öfter höher drehen als sein Doppelgänger im Plug-in-Hybrid.
Das dürfte auch ein Grund sein, warum der Vollhybrid mit fast sieben Liter Verbrauch nicht so richtig als Sparkommissar durchgeht, sein Kilometerpreis ist hier mit 31 Cent der höchste.
Der Plug-in profitiert jedenfalls deutlich mehr von der E-Unterstützung, kommt nach AUTO BILD-Split (60 % Hybrid/40 % Elektro) auf gute 3,5 Liter plus 9,1 kWh. Und die Rechnung geht auf: Mit 29 Cent pro Kilometer fährt der Plug-in am günstigsten.
Der Niro EV kommt einen Cent teurer, wirkt dank 204 PS aber um Welten spritziger und geht deutlich flotter auf Tempo 100 als seine Hybridkollegen. Die Reichweite fällt mit gut 300 Kilometern allerdings nur halb so groß aus, beim Laden gehört der EV mit 80 kW eher zur gemütlichen Fraktion. Da ist Raum für Verbesserungen.




