Erster Check und Sitzprobe im neuen Mazda CX-5. Und gleich eine Überraschung. Das einst kompakte SUV wächst über sich hinaus und ist groß wie nie. Neu ist auch der größere 2,5-Liter Benziner, der den CX-5 antreibt. Erfahre alles über den Erstkontakt mit dem VW-Tiguan-Konkurrenten.
Modellübersicht und Konkurrenz: Der schärfste Gegner kommt aus dem eigenen Haus
Mazda mach sich selbst Konkurrenz. Mit der dritten Generation rückt das kompakte SUV CX-5 dem eigentlich eine Liga höher spielenden CX-60 auf den Pelz. Schon beim ersten Rendezvous mit dem Neuling, der ab Oktober bestellt werden kann und ab Dezember zu den Händlern rollt, dachten wir: Ist der groß, Mann! Ein Blick in die technischen Daten zeigt: Zwischen CX-5 und CX-60 liegen nur noch wenige Zentimeter. In der Länge hat der kompakte Japaner auf 4,69 Meter zugelegt. Das sind 11,5 Zentimeter mehr als beim Vorgänger und nur sechs cm weniger als beim CX-60. Das gleiche Bild beim Radstand. Hier 2,82 Meter mit einem Plus von 11,5 Zentimetern, dort nur noch ein kleiner Vorsprung mit 2,87 Metern. Noch krasser wird es beim Kofferraumvolumen.
Zwischen 583 und 2.019 Litern (bei umgeklappter Rückbank) packt der eigentlich kleine Bruder des CX-60. Dieser kann nur mit 570 bis 1.726 Litern dienen.
Allein daran kann man schon erkennen, welche Ambitionen Mazda mit diesem Modell verfolgt. Denn es gilt eine Erfolgsgeschichte weiter zu erzählen. 4,7 Millionen Mal hat sich der CX-5 weltweit seit seiner Einführung im Jahr 2012 verkauft. Davon exakt 184.360 Mal in Deutschland. Mit diesem Volumen kann man Geld verdienen. Apropos: Der CX-5 soll bei durchaus fairen 35.000 Euro starten, der CX-60 kostet ab 48.890 Euro schon deutlich mehr. Ganz vergleichen lassen sich die beiden Modelle natürlich nicht. Allein schon wegen der Motorisierungen, aber dazu gleich mehr.
Aussehen & Platzverhältnisse: Der CX-5 wächst über sich hinaus
Da steht er nun, der neue Mazda CX-5 – und funkelt wie alle neuen Mazdas im typischen Rot. Soul Red Crystal heißt die Lackfarbe und obwohl wir sie schon so oft gesehen haben: Sie ist zeitlos schön. Soulfood für die Augen quasi. Vorne wie hinten wirkt das SUV viel mächtiger als der Vorgänger. Kein Wunder: Die Motorhaube liegt um fünf Zentimeter höher, das Heck wurde optisch und auch tatsächlich (plus 1,5 cm) in die Breite gezogen. Erleichtert auch das Einladen, weil die Kofferraumklappe gleich mitgewachsen ist. Und gut, dass die Ladekante um immerhin 1,8 Zentimeter abgesenkt wurde. Der geplagte Rücken wird sich bedanken.
Großzügig öffnen sich auch die hinteren Türen, sie sind ebenfalls breiter und gehen weiter auf als beim Vorgänger. Und so schwingt man sich ganz bequem in den Fond und sitzt wirklich komfortabel. In Zahlen: Sechs Zentimeter mehr Knie- und drei Zentimeter mehr Kopffreiheit als im Vorgänger. Dank des größeren Radstandes herrscht auch vorne Platz im Überfluss. Der luftige Eindruck wird noch verstärkt durch das riesige Glas-Panorama-Dach, das noch eine echte Sonnenblende hat.
Innenraum & Infotainment: Mazda setzt zum ersten Mal nur auf Google
Nicht nur bei den Platzverhältnissen klopft der CX-5 beim Premium-Segment an. Auch das Interieur kann sich sehen lassen. In Sachen Wertigkeit und Verarbeitung hat sich Mazda ohnehin schon lange ganz nach vorne geschoben. Das neue Kompakt-SUV setzt diese Tradition fort. Jedes Material und alle Oberflächen fühlen sich gut an. Gilt übrigens auch für das schwarze und weiße Kunstleder, das üppig Verwendung findet. Zum Beispiel auf den Kopfstützen oder auf den Armlehnen in der Mittelkonsole. Beledert ist auch die horizontale Spange, die sich quer über das Armaturenbrett zieht und sich beidseitig bis in die Türverkleidungen erstreckt. Sie gibt dem Cockpit einen wohnlichen Charakter. Echtes Leder gibt es übrigens auch: Das aber nur in der höchsten Ausstattung „Homura“.
Das Armaturenbrett wirkt aufgeräumt und klar. Harmonisch fügt sich der 10,25 Zoll große Digital-Tacho ein. Das je nach Gusto entweder 12,9 oder 15,6 Zoll große Infotainment-Display sitzt hingegen auf dem Instrumenten-Träger. Erstmalig setzt Mazda beim CX-5 ganz auf Google. Das neue Android-Automotive-Betriebssystem ermöglicht die Nutzung des KI-Sprachassistenten Gemini, navigiert wird mit Maps und über Google Play kann man Musik abspielen oder streamen. Das Gefummel mit Mazdas eigenen Diensten und Amazons Alexa geört damit schon bald der Vergangenheit an.



