Honda hat wieder ein schönes Sportcoupé mit einem bekannten Namen im Programm. Wir haben eine erste Testfahrt unternommen.
Als Honda 1978 die erste Generation des Prelude auf den Markt brachte, war nicht absehbar, dass rund 50 Jahre später eine Fahrzeuggattung namens SUV allen anderen Karosserievarianten das Wasser abgraben würde. Auch, dass unter der Motorhaube ein Antrieb, der irgendwie Benzin- und Elektromotoren und eine Batterie wohlchoreographiert zusammenspannt, einmal Dienst tun würde, wäre damals wohl niemandem eingefallen.
2025 erscheint nach einer Absenz von 24 Jahren nun wieder ein Prelude und es mittlerweile die Generation Nummer sechs. Und das Auto ist in erster Linie weiterhin das, was es über die Jahre war: ein elegantes, sportliches Coupé. Honda trotzt der SUV-Schwemme und bringt eine Karosserievariante, die wohl bald auf der roten Liste stehen wird. Vor allem, wenn es halbwegs leistbare und nicht über die Gebühr motorisierte Sportwagen sein sollen, hat sich diesbezüglich das Angebot in jüngster Vergangenheit merklich ausgedünnt.
Und wenn Vergleiche mit dem längst ausgelaufenen Vorgänger interessieren: Der neue Prelude ist kürzer als der Prelude Nr.5, bietet aber innen mehr Platz (ab dazu später).
Natürlich geht auch bei einem Prelude heutzutage nichts mehr ohne Hybrid (wenn man schon auf den vollelektrischen Antrieb verzichtet). Sports Performance Hybrid nennt Honda das Auto. Man verbaut dabei das aus anderen Honda-Modellen bekannte Hybridsystem. Heißt, man hat einen Verbrenner und zwei Elektromotoren – macht unterm Strich 184 PS. Und allen, die das für brustschwach halten, erklären die Honda-Techniker milde lächelnd, dass hier ein Drehmoment von 315 Nm generiert wird (was für die Beschleunigung eh wichtiger ist).
Bei unserer ersten Testfahrt hatten wir jedenfalls nicht das Gefühl mit einem zu schwach motorisierten Fahrzeug unterwegs zu sein. Der Hybridantrieb liefert genug Kraft, um das Auto flott und harmonisch zu beschleunigen (0 auf 100 km/h in 8,2 Sekunden). Das tolle Fahrwerk würde sicherlich auch noch mit mehr fertig werden. Stichwort Fahrwerk. Honda setzt beim Prelude auf dieselbe Technologie wie beim wilden Civic Type R. Und das ist nicht die schlechteste Basis. Man hat das Fahrwerk aber dennoch so abgestimmt, dass genügend Komfort übrig bleibt.
Als Verbrenner kommt ein 2-Liter-Motor zum Einsatz und das Klangbild lässt sich beim Abrufen der vollen Leistung als kernig beschreiben und nicht so angestrengt wie bei manch anderen Hybridsystemen.




