Audi A4 Avant, BMW 3er Touring, Volvo V60: Kombi, Test, Motor, Preis, Diesel

Der gerade renovierte BMW 320d Touring trifft auf Audi A4 Avant und Volvo V60. AUTO BILD sagt, welcher der drei noblen Kombis am hellsten strahlt.

Dem BMW 3er haben sie bei der Renovierung ein paar scharfe Kanten mehr ins Blech gebügelt, sein Auftritt wirkt energischer als bisher. Das gilt auch für den 320d Touring, zumal mit dem M Sportpaket (4200 Euro).

Dem Audi, seit unglaublichen sieben Jahren gebaut, sieht man sein Alter wirklich nicht an, der A4 wirkt harmonisch und zeitlos. Und der Volvo V60 sieht auch im direkten Vergleich klasse aus, aus jeder Perspektive ein Design-Meisterstück.

Das Facelift brachte dem BMW ein neues Interieur, vor allem das Curved Display, einen Verbund aus 12,3 Zoll großem Bildschirm für die Instrumente und dem 14,9 Zoll großen Touchscreen. Mit brillanter Optik, irre vielen Funktionen und weit verzweigten Menüs. Schön, dass BMW uns den iDrive- Controller auf der Mittelkonsole gelassen hat, auch die Sprachbedienung funktioniert ja bestens.

Die Sportsitze aus dem M Sportpaket sind sehr zu empfehlen, griffig und mit viel Seitenhalt. Im Fond – der wie bei den beiden anderen relativ knapp geschnitten ist – sitzt man flach über dem Boden, ansonsten aber ganz angenehm. Und in den Kofferraum passen 500 bis 1510 Liter, eine schöne Tradition der Münchener ist die separat öffnende Scheibe der Heckklappe.

Weniger praktisch ist die innen fünf Zentimeter hohe Ladekante beim Audi, so etwas stört beim Beladen. Das Gepäckabteil schluckt 495 bis 1495 Liter, der A4 darf mit 540 Kilogramm deutlich am meisten einpacken, beim BMW sind es 497 Kilogramm, beim Volvo 467.

Das Interieur hat Audi ähnlich zeitlos gestaltet wie das Äußere, die Sportsitze kosten 375 Euro extra, auch hier raten wir zu: Sie sind passend ausgeformt und angenehm gepolstert.

Im Fond sitzt man höher als etwa im BMW, recht gemütlich. Den MMI-Drehdrücksteller hat Audi ja inzwischen eingespart, zur Bedienung dient vor allem der 10,1 Zoll große Touchscreen – der jedoch liegt ziemlich weit weg vom Fahrer.

Dafür verfügt das Display über klare Menüs, schön auch die Extra-Bedienleiste für die Klimaanlage. Das Alter des Audi spürt man dann doch an der lückenhaft und verzögert reagierenden Sprachbedienung.

Sehr aufgeräumte Menüs im Volvo

Das kann der Volvo mit seinem Google-Android-System viel besser. Der 9 Zoll große Touchscreen mit inzwischen sehr aufgeräumten Menüs liegt unten in der Mittelkonsole in Griffnähe.

Eingerichtet hat Volvo den V60 klar und nüchtern, das hat Stil. Sehr schön auch die straffen Sportsitze, die es im Paket unter anderem zusammen mit dem schicken Wählhebel aus Kristall gibt (400 Euro).

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