EV9: Kia macht eigentlich alles richtig…

Mit dem EV9 hat Kia sein vollelektrisches Schlachtsch… – Ich meine natürlich: Flaggschiff – auf den Markt gebracht. Das Elektro-SUV überzeugt mit einer gigantischen Batterie, drei Sitzreihen, jeder Menge Platz im Innenraum und ist technisch voll auf der Höhe. Im Test des EV9 sind mir trotzdem ein paar Dinge sauer aufgestoßen.

Fazit: Der EV9 ist zurecht Kias Aushängeschild – aber

Ob als (Groß-)Familienauto, luxuriöse Chauffeurskutsche oder elegantes Raumwunder mit jeder Menge Ladevolumen – der EV9 macht in jedem Fall eine gute Figur – ein Aushängeschild eben, das diesen Titel verdient. Wer sich für den EV9 entscheidet, muss aber wissen: Auf längerer Strecke werdet ihr selbst mit der rasanten Ladegeschwindigkeit des E-SUVs einige Zeit an der Ladesäule verbringen. Denn ein Ausdauerläufer ist der EV9 einfach nicht, der Verbrauch ist dafür trotz riesiger Batterie zu hoch.

Ich kann ihn mir daher vor allem als Dienstwagen vorstellen, mit dem Konzerne ihrer Flotte eine Besonderheit beimischen können, ohne auf langen Strecken eingesetzt werden zu müssen. Gäste, die mit diesem E-SUV kutschiert werden, fühlen sich mit Sicherheit willkommen.

Kias EV9 ist eine Wucht – das hat mich trotzdem gestört

Eins vorweg: Beim Kia EV9 meckere ich auf ganz hohem Niveau. Das E-SUV ist extrem ausgereift und lässt wirklich wenig zu wünschen übrig. Für jenseits von 80.000 Euro dürfen Kunden aber auch hohe Ansprüche mitbringen – und da fallen dann eben auch Kleinigkeiten ins Gewicht.

Digitaler Rückspiegel

Wer im EV9 in den Rückspiegel schaut, hat die Wahl: klassischer Spiegel, der automatisch nachts abdunkelt – oder einmal kurz den Hebel unterm Spiegel umgelegt und ihr nutzt die rückwärtige Kamera als digitalen Spiegel. Klingt cool, ist aber leider praktisch nicht zu gebrauchen.

Lässt die Tiefenwahrnehmung schon in normalen Spiegelbildern zu wünschen übrig, macht der Blick auf den folgenden Verkehr per Kamera dabei noch erhebliche Abstriche. Die Bildqualität lässt obendrein zu wünschen übrig, schon bei idealen Verhältnissen. Nachts, bei Regen oder sonst schlechten Sichtverhältnissen ist der digitale Rückspiegel schlicht und einfach unbrauchbar und damit eigentlich überflüssig.

Überhaupt habe ich mit der Rückspiegel-Partie im EV9 so meine Probleme gehabt. Denn der Spiegel nimmt auch beim Blick nach vorne für mich ungewohnt viel Platz ein. Beim Blick nach rechts vorn verschwindet ein ordentlicher Teil des Geschehens dahinter. Das Problem hat nicht nur Kia, es findet schließlich seit Jahren Einzug in theoretische Prüfungsunterlagen zum Führerschein. Aber im EV9 ist es mir besonders aufgefallen.

Was ist bitte los mit der Alarmanlage?

Während meines einwöchigen Tests hat sich mehrmals die Alarmanlage gemeldet. Einen Grund dafür habe ich nicht feststellen können. Ob es eine Automatik gibt, die eingreift, wenn sich der Schlüssel zu lange in der Nähe oder außerhalb der Reichweite des Keyless-Systems befindet, ohne dass der Schlüssel im Wagen ist oder ohne, dass der Wagen abgeschlossen wird?

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