Er beschleunigt besser als ein Ferrari, ist so schnell wie ein Porsche Taycan Turbo S und kostet nicht mehr als ein VW ID.7! Aber ist der Kia EV6 GT auch ein echter GT, also ein guter Reisewagen? Wie hoch ist die echte Reichweite auf der Autobahn?
Kia hat sein stärkstes Serienmodell mit 478 kW (650 PS) geschickt. Und anstatt ein paar Runden um den Block zu fahren, haben wir fast ganz Deutschland umrundet. Am Ende sind über 2.600 km zusammengekommen. Genug, um zu sagen, wie sich der EV6 GT als Reiseauto schlägt, wie weit man in der Praxis kommt, wie hoch der Verbrauch in der Praxis ist und wie lange das Laden dauert.
- In einem YouTube-Video von Carwow fährt der Kia EV6 GT (ab 69.990 Euro) einem Ferrari Purosangue (725 PS, ab 380.000 Euro) davon.
- Der Porsche Tycan Turbo S (ab 211.000 Euro) regelt wie der Kia EV6 GT bei einer Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h ab.
- Der VW ID.7 GTX 4Motion mit 86 kWh großem Akku und 250 kW/340 PS kostet mit ein paar Ausstattungspaketen locker über 70.000 Euro. Für den Sprint von 0 bis 100 km/h braucht er 5,4 Sekunden. Der Kia EV6 GT erledigt das mit Launch Control in 3,5 Sekunden.
Spaß statt Sparen
Allein der 84 kWh große Akku im Kia EV6 GT wiegt 484 Kilogramm. Insgesamt kommt das E-Auto so auf 2,3 Tonnen. Durch die 21 Zoll großen Alufelgen blitzen die neongelben Bremssättel hindurch und vermitteln Sportlichkeit. Dann noch der Allradantrieb, der bis zu 770 Nm und 650 PS an die 255er-Reifen schickt. Der Kia EV6 GT ist jedenfalls nicht rücksichtslos auf Effizienz getrimmt. Für Leute, die möglichst sparsam und preiswert von A nach B kommen wollen, ist das sicher nicht die erste Wahl. Aber wieviel Strom genehmigt der sich wirklich in der Praxis?
Abgesehen vom Glasschiebedach (1.200 Euro) und der Anhängerkupplung (850 Euro) gibt es nicht viel Möglichkeiten, den Preis weiter in die Höhe zu treiben – nur mit dem Lack: Unser Testwagen kommt in „Yacht Blau Matt“ für 1.800 Euro. Auf die Farbe wurden wir mehrfach angesprochen: „Tolle Farbe!“ Oder: „Ich dachte, das ist Folie!“




