Polestar 4 im Test: Extravaganter Schwede ohne Heckscheibe mit überraschendem Preis

Der Polestar 4 will den etablierten deutschen Autobauern das Leben schwer machen. Dafür bringt er einiges mit. Neben dem einzigartigen Design innen (Business-Class-Rückbank, Materialien) und außen (keine Heckscheibe, kurze Überhänge) spricht das sehr komplette Paket dafür. Der Polestar will ein SUV-Coupé sein, konkurriert aber erfolgreich mit Mercedes EQE/EQS, BMW i5 oder Audi A6 e-tron, die er bei vergleichbarer Ausstattung deutlich im Preis unterbietet. Von kleineren Unzulänglichkeiten abgesehen, kann der Polestar 4 als echte Oberklasse-Alternative überzeugen.

Der Polestar 4 hat es auf die Luxus-Autos von Audi, BMW und Mercedes abgesehen, kostet dabei aber deutlich weniger als die deutsche Konkurrenz. Abseits wunderlicher Eigenarten wie der fehlenden Heckscheibe, punktet er mit Komfort, guter Anmutung und Leistung ohne Ende.

Das lesen Sie in diesem Test: Wir haben die Longe Range Dual Motor Variante des Polestar 4 (94 kWh) getestet und finden für Sie heraus, wie hoch die Reichweite wirklich ist. Aber auch Fahrverhalten, Assistenzsysteme, Infotainment und die Ladeleistung haben wir gecheckt. Aber der Polestar 4 hat einen Schwachpunkt, den wir Ihnen ebenfalls verraten werden.

Für wen ist der Polestar 4?

Sicher spricht der Polestar 4 vor allem Paare und Eltern erwachsener Kinder an, die nicht mehr mit Schokofingern die hübschen Materialien gefährden. Den meisten Menschen reicht sicher die Variante mit 272 PS und Heckantrieb, doch der Sprung zur doppelt so starken Allradversion ist nicht groß genug, um nicht zumindest interessant zu sein. Ab Werk ist er toll ausgestattet – und qualifiziert sich mit einem Einstiegspreis von 57.900 bzw. 65.900 Euro und dank der daraus resultierenden bevorzugten Besteuerung des geldwerten Vorteils (0,25 Prozent) in beiden Varianten als idealer Dienstwagen. Schlecht für Audi, BMW und Co.

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