Was wurde zum Erscheinen nicht heiß über die Optik des Polestar 4 diskutiert. Eine Limousine ohne Heckscheibe? Darf man das? Und wozu das Ganze überhaupt? Sieht man da nicht wahnsinnig schlecht? Dabei wissen wir doch alle: die Inneren Werte zählen!
Und die scheinen beim Polestar 4 im Paket erst einmal zu stimmen. Der 100-kWh-Akku, die versprochenen 620 Kilometer Reichweite in der Long Range-Single-Motor-Variante und einiges an Komfort lassen zudem vermuten: der Schwede ist ein perfekter Reisebegleiter. Ob die Nummer Vier tatsächlich auf der Langstrecke überzeugt? Dafür haben wir ihn einfach mal auf den Weg von Bochum nach Weimar geschickt.
Über die A44 ging es raus aus dem Pott. Eine Landschaftlich idyllische Zubringerfahrt über die B400 brachte mich über die A4 direkt nach Weimar. 358 Kilometer für eine Strecke. Insgesamt also ordentliche 716 Kilometer. Genug Zeit, um Komfort, Fahrassistenz, Überblick, Fahrverhalten, Fahrwerte und Lademöglichkeiten zu beobachten.
Vorausgesetzt, der Polestar 4 lässt Sie auch einsteigen. Denn zwei Mal verklemmte sich der Türgriff an der Fahrertür und fuhr nicht selbstständig aus, was eine Endlosschleife aus neuen Versuchen zur Folge hatte.
Nur einem waghalsigen Manöver zum Dank und der grausigen Möglichkeit vor Augen, sich den Finger ordentlich im Griff einzuklemmen, konnte ich das Schauspiel mit einem gezielten Zug verhindern – unversehrt. Da lobe ich mir die Standard-Bügelgriffe am Polestar 2.



