Mazda MX-30 im Test:

E-Auto kurios: Im Test schaffte der Mazda MX-30 gerade mal 140 Kilometer. Eigenwillig sind auch die Türen. Sie öffnen sich in einer ganz anderen Richtung.

Mazda ist anders. Mazda setzt auf Wankelmotoren, baut immer noch Sauger und hat Benziner mit Diesel-Technik im Angebot. Ganz in dieser Tradition steht der Mazda MX-30 – ein in mehrfacher Hinsicht eigenwilliges Auto. Die geringe Reichweite von 200 Kilometern ist bei dem viersitzigen SUV nicht etwa ein technischer Mangel, sondern volle Absicht. Rightsizing nennt Mazda das und begründet die kleine Batterie damit, dass große Akkus bei der Herstellung auch ziemlich viel Energie verschlingen. Ein kleinerer Speicher würde im städtischen Umfeld auch genügen und sei deshalb ökologisch sinnvoller.

Warum die „Selbstmördertüren“ so heißen

Und dann sind da noch die Türen. Sie öffnen sich gegenläufig. Bei Fahrer und Beifahrer gehen sie ganz normal nach vorne auf, die hinteren Türen sind hinten angeschlagen und öffnen sich deshalb auch nach hinten. Vorteil, es gibt keine B-Säule, was das Einsteigen erleichtert. Nachteil: Fahrer und Beifahrer müssen erst aussteigen, damit die Gäste im Fonds das Auto verlassen können. Portaltüren nennt man sie im Fachjargon, Selbstmördertüren lautet der umgangssprachliche Ausdruck. Warum sie so heißen, hat folgenden (historischen) Grund. Beim Versuch, eine aus Versehen geöffnete Hintertür bei voller Fahrt wieder zu schließen, wurden nicht angeschnallte Passagiere (was damals erlaubt war) manchmal vom Sog des Fahrwindes aus dem Auto geschleudert. Diese Art von Türen wurden 1961 in Deutschland verboten, mittlerweile sind sie wieder erlaubt, aber nur dann, wenn sie automatisch verriegelt werden, sobald das Auto anfährt. Portaltüren gibt es bei Rolls Royce beispielsweise – und jetzt auch beim Mazda MX-30.

Der Mazda MX-30: ein Auto mit Hang zur Exzentrik

Ein Hingucker sind sie zumindest, wie wir bei der Testfahrt feststellen dürfen. Wie das Auto überhaupt die Blicke auf sich zieht – das Design ist nämlich ziemlich extrovertiert. Etwas für Liebhaber, die nicht nur einen fahrbaren Untersatz haben, sondern ein Statement abgeben wollen. Der Spiegel schreibt treffend: „Das erste reine Elektroauto von Mazda zeichnet sich durch einen Hang zur Exzentrik aus.“ Am auffälligsten sind Front- und Heckleuchten, die an Kanonenrohr-Öffnungen erinnern. Die Plastikbeplankung, die sich um das ganze Auto herumzieht, zeigt, dass es sich beim MX-30 eigentlich um ein SUV handelt. Die Geländefähigkeiten sind allerdings begrenzt, weil er nur über einen Frontantrieb verfügt. Das hat der Mazda zumindest mit den meisten seiner Mitbewerber gemeinsam: Gewöhnliche Feld- und Waldwege ja – ansonsten fühlt sich diese Art von SUV überwiegend auf dem Asphalt wohl. Voll in Mode ist die Karosserieform, die – wie soll es anders sein – als Coupé daherkommt. Sieht schön aus, führt aber zu dem unbequemen Umstand, dass hinten nur Menschen bis 1,70 Meter Größe einigermaßen sitzen können. Sofern es sie nicht stört, dass sie hinten zwar eine Tür haben, im Notfall aber nicht aussteigen können, weil erst der Vordermann raus muss. Portaltüren halt.

weiterlesen auf kreiszeitung.de

Diese Woche meistgelesen:

HONDA ERWÄGT NEUEN SPORTWAGEN

Honda feiert 2023 sein 75-jähriges Bestehen. Die Japaner könnten...

FAHRBERICHT POLESTAR 2:

Am elektrischen Polestar 2 aus dem Hause Volvo gibt...

JAGUAR F-PACE

Ein SUV und dennoch ein Jaguar, wie er sein...

Mit dem Edel-SUV Jaguar F-Pace über Brandenburgs Landstraßen

Nur 14-fach verstellbare Sportsitze oder lieber 18-fach? Nur 300...

Der Volvo XC60 ist ein solides SUV

Der Volvo XC60 hat das Zeug zum Klassiker. Der...

Honda CR-V e:FCEV (2024)

Honda bringt einen CR-V mit Wasserstoffantrieb mit entscheidendem Vorteil....

VOLVO C40 AWD FULL ELECTRIC

Volvo setzt ein weiteres Zeichen in der Elektromobilität. Der...

Volvo XC40 gegen Alfa Romeo Tonale: Test

Mit dem Alfa Romeo Tonale 1.5 VGT 48V-Hybrid und...

Zuletzt gepostet

Volvo ES90 Single Motor Extended Range im Test: Made by Sweden

Mit dem Volvo ES90 schickt der schwedische Hersteller ein...

Volvo EX30: Kompaktes E-SUV als Software-orientierter Einstieg

Mit dem Volvo EX30 bietet der schwedische Premium-Hersteller sein...

Heuschnupfen am Steuer: Jeder dritte Autofahrer schließt laut Volvo-Studie die Augen

Die Heuschnupfensaison ist für Allergiker jedes Jahr eine Herausforderung...

Schnellaufladung vollelektrischer Volvo wird noch einfacher

Volvo Cars macht das Aufladen seiner Elektroautos jetzt noch...

Doppelsieg für Volvo bei der Auto Trophy Elektro 2026

Volvo hat erneut den ersten Platz bei der „Auto...

Volvo EX90 ist „Allradauto des Jahres 2026”

Der Volvo EX90 ist das „Allradauto des Jahres 2026“:...

Augen für Gemini: Volvo Cars und Google heben Fahrerlebnis auf die nächste Stufe

„Hey Google, kann ich hier parken?”: Wer einen Volvo...
spot_img