Kia EV5 (erster Fahrtest)

Noch ein Elektro-SUV? Ja, aber einer mit Hirn. Der Kia EV5 verzichtet auf Showeffekte und überzeugt lieber mit Platz, Komfort und cleverer Technik.

Gerade eben präsentierte uns Kia mit dem EV4 eine elektrische Hatchback-Alternative zum grassierenden SUV-Trend – schon kommt der Trendsetter hinterher. Bevor Sie den Kompakt-SUV EV5 nun „Opportunist“ schelten, ein erster Blick auf den Sportage-Bruder. Seine Optik austariert zwischen progressiv und bewährt, die Größe mit 4,61 Metern Länge alltagsgängig und mittenrein ins Lager von VW ID4 und Co. Riecht nach Erfolgstyp, zumal der Basispreis mit knapp 46.000 Euro heutzutage bereits unter „erreichbar“ fällt. Kia-typisch bedeutet Basis dabei nicht automatisch Verzicht: alles Wesentliche ist an Bord vom digitalen Infotainment-Angebot über Zweizonen-Klima und umfassende Assistenzen bis hin zum digitalen Schlüssel.

81 kWh-Akku für 530 Kilometer Reichweite

Vor allem aber: ein 81 kWh-Akku, der dem Stromer 530 Kilometer Reichweite verschafft. Bevor später weitere Varianten auch mit Allradantrieb hinzukommen, startet der EV5 zunächst mit Vorderradantrieb und 218 PS starker E-Maschine. Die schubst den XX-Tonner mit 295 Newtonmetern Drehmoment an. 8,4 Sekunden auf 100 genügen, um ambitioniert Fahrt aufzunehmen. Dabei ist der EV5 ansonsten konsequent auf Umgänglichkeit ausgelegt. Los geht’s beim einfachen Einstieg vorn und hinten, weiter beim Innenraum mit reichlich Ablagen und ordentlich Platz.

Massagesitze und KI-Option

Die Sitze (optional massierend) sind bequem, wenn auch nicht übertrieben seitenhaltig, die Displays klar gegliedert, die Bedienung grundsätzlich problemlos. Zwar nicht mehr ganz so selbsterklärend wie früher, doch immer noch weit entfernt von den Bildschirmhöllen mancher Marktbegleiter. Schön, dass Kia seinen Kunden noch physische Tasten und Regler gönnt und sie nicht in Menüstrukturen tauchen lässt, die selbst bei digitalen Apnoe-Profis zu Atemnot führt.

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