Jaguar F-Pace erstmals mit Stecker: Geladen wird nur via Kabel

Wie sich der F-Pace P400e in der Praxis hält und was ihn von den Konkurrenten grundlegend unterscheidet

Dass dem großen Jaguar-SUV das im Vorjahr präsentierte Facelift nicht nur optisch gut getan hat, wurde an dieser Stelle bereits festgehalten. Auch die Erneuerung des Infotainment-Systems samt 11,4-Zoll HD-Touchscreen sorgt für Pluspunkte. Das neue System bietet vor allem schnellere Reaktionszeiten (bisher ein verlässlicher Quell für Unmut im Cockpit) und eine insgesamt weniger schrullige Benutzerführung.

Wie die nun ebenfalls verbaute Software-Over-The-Air-Technik tatsächlich funktioniert, konnte im Laufe des Tests mitverfolgt werden. Dazu tritt das Auto in den Dialog mit dem Fahrer und erledigt nach dessen Zustimmung das Herunterladen selbsttätig im Hintergrund. Spannend wird es erst, wenn die Aufforderung auf dem Monitor erscheint, dass es jetzt an der Zeit wäre, all die schöne neue Software auch zu installieren. Dafür darf der Jaguar rund 40 Minuten nicht benützt werden. Was dadurch sichergestellt wird, dass die Algorithmen erst zu werkeln beginnen, wenn man sich nachweislich selbst ausgesperrt hat. Da Vertrauen zwar gut, Kontrolle aber besser ist, wird das durch die zwingende Aktivierung der Alarmanlage sichergestellt.

Plug-in-Antrieb

Die für den Farbetrieb wesentlichste Neuerung beim F-Pace ist aber der hier erstmals verfügbare Plug-in-Antrieb. Dabei verfolgen die Briten eine Philosophie, zu der sich die meisten anderen Hersteller noch nicht durchringen konnten.

Geladen werden kann die 13,6-kWh-Batterie nämlich ausschließlich an der Steckdose bzw. durch Rekuperation während der Fahrt. Das der Grundidee eines Plug-in-Hybrid widersprechende, andernorts aber mögliche und bei der Kundschaft, die nicht mit Ladekabeln hantieren will, beliebte Aufladen der Batterie durch den Verbrennungsmotor während der Fahrt, ist beim F-Pace P400e nicht möglich. Der holt sich nur den für den Einsatz des E-Motors als Helfer des 4-Zylinder nötigen Strom selbsttätig nach Berechnungen, denen die Erkenntnisse aus dem Formel-E-Renner des Hauses zu Grunde liegen. Die so gewonnene Energie wird aber eben im Fahreinsatz möglichst gewinnbringend verwendet und nicht für die letzten paar Show-Kilometer im reinen E-Betrieb vor der Schule aufgespart.

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