Camping hat viele Gesichter, dank Ford auch ein besonders umweltfreundliches.

Man kann warten, bis die anderen es tun – oder tun, worauf andere noch warten: Beim schon traditionellen Ford Go Camping Event drehte sich diesmal alles um Elektromobilität. Die Basis dafür lieferten der bewährte Mustang Mach-E und der brandneuen Explorer, die nicht nur fünf Sitzplätze und einen großen Kofferraum vorweisen können, sondern auch Reichweiten von bis zu 600 Kilometern.

Ein Zelt und ein paar Luftmatratzen in den Kofferraum zu packen wäre aber dann doch zu wenig gewesen, um die Campingtauglichkeit der beiden zu prüfen – das Thema Dachzelt auf einem Elektroauto konnten wir zudem bereits im Vorjahr erfolgreich abhaken. Somit musste eine neue Herausforderung her: Diese fanden wir in zwei familientauglichen Wohnwagen aus dem Mietangebot von Caramobil in Leopoldsdorf bei Wien.

Einen E zu B Führerschein vorausgesetzt, lassen sich die Cara One Wohnwagenmodelle sowohl mit dem Mustang Mach-E (1,5 Tonnen Anhängelast) als auch mit dem neuen Explorer (1,2 Tonnen Anhängelast) ziehen. Die Fragen, die sich stellten, waren: wie, wie weit und mit welchem Komfort? Um nicht mit doppeltem Boden zu arbeiten, wurde auf einen Vorab-Test verzichtet, stattdessen nahmen heimische Motorjournalisten am Steuer der beiden Ford-Modelle Platz.

Mit Start in Wien Simmering ging es ins nahe gelegene Leopoldsdorf, wo wir bei Caramobil eine umfassende Einschulung in das Thema Wohnwagen und das Agieren mit Gespannen erhielten.

Begleitet von einem Ford Ranger – ebenfalls mit einem Wohnwagen ausgestattet – ging es über Hochstrass (ja, diese viele Kilometer lange Steigung hat den Energieverbrauch in die Höhe getrieben), mit einem Abstecher über Petzenkirchen – der dort ansässige Bärenwirt ist immer einen Umweg wert – weiter in Richtung Westen. Schon vor Linz wurde klar, dass die Batteriekapazitäten im Gespann-Betrieb nicht mehr bis zum Ziel, dem Attersee, ausreichen würden. In Eberstalzell fand sich jede Menge Strom, an eine Ladesäule für Elektroautos mit Anhänger hat bei der Konzeption dieser Stromtankstelle allerdings niemand gedacht. Es war die Toleranz aller anderen Tankenden die es uns erlaubte, hier nicht abhängen zu müssen. Bis zu diesem Punkt waren es über 250 Kilometer gewesen, ein Wert der unsere eigenen Erwartungen deutlich übertroffen hat und nach gut einer halben Stunde ging es bereits weiter an den Attersee wo wir die Nacht in wunderschöner Umgebung verbringen durften.

Der Rückweg nach Wien führte über einen Tankstopp in Linz – bei dem die Wohnwagen dann allerdings abgehängt werden mussten – und über Leopoldsdorf, wo wir die fünf Schlafplätze auf Rädern zurückließen. Die Restreichweite betrug hier bei beiden Modellen noch über 100 Kilometer.

Natürlich mag es noch etwas ungewohnt sein, eine Urlaubsreise alle 250 Kilometer für rund eine halbe Stunde zu unterbrechen. WC, Kaffee und ein bisschen Bewegung lassen diese Zeit allerdings im Flug vergehen und am Ende kommt man vielleicht etwas später, aber auch deutlich entspannter ans Ziel.

Beide Ford Elektromodelle haben sich der Presse als wendig, drehmomentstark und im Umgang mit dem Wohnwagen absolut souverän präsentiert. Leichte Kritik gab es für die wackeligen Zusatzspiegel (kamen vom Vermieter), die aufgrund der breiten Wohnwagen unumgänglich und Vorschrift sind. Das Problem, dass Elektroautos oftmals zu viel Strom über die Anhängerkupplung an den Wohnwagen schicken, ist auch bei uns aufgetreten. Folge ist, dass normale Absorber-Kühlschränke nicht ohne weitere Eingriffe funktionieren. Hier wird aber seitens der Wohnwagenhersteller bereits an einer Lösung gearbeitet.

Abschließend kann gesagt werden, dass einer Urlaubsreise mit dem Ford-Elektrogespannen nichts im Wege steht. Ganz im Gegenteil, tragen sie doch dazu bei, das an sich schon sehr ressourcenschonende Thema Camping noch umweltfreundlicher zu gestalten.

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