Range Rover D350 HSE

Der 152.400 Euro teure Range Rover D350 HSE tritt zum Verbrauchs-Check an.

Der Range kann den großen Auftritt als „Elegant Arrival“ inszenieren: Bei der Anfahrt senkt die Luftfederung die Karosserie zum galanteren Ausstieg fünf Zentimeter ab, dazu fahren seitliche Trittbretter aus. Für Abwegigeres als manikürte Kies-auffahrten bringt der Range aus dem Land-Rover-Clan die Erfahrung von 74 Jahren Herumgewühle mit – und das neueste Allradsystem. Es klinkt den Antrieb der Vorderachse zwischen 35 und 160 km/h aus, was die Schleppverluste um 30 Prozent senkt und den CO₂-Ausstoß – putzig, bei 217 g/km – um vier Gramm. Beim Anfahren und im Gelände bleibt der Allrad aktiv, das Untersetzungsgetriebe ist serienmäßig, dazu gibt es ein aktives Hinterachsdiff, das die Kraftverteilung an die beiden Räder per Bremseingriff variiert.

Eh dabei: Terrain Response, das Differenziale, Gasannahme, Traktionskontrolle und per Luftfederung das Höhenniveau der Karosserie je nach Situation regelt. Im Wat-Modus verriegelt das System Schotts an allen Luftkanälen und pumpt den Wagen 13,5 cm über Normalniveau. So watscht der Range durch 90 cm hohe Fluten, der Wat-Tiefensensor meldet den aktuellen Pegelstand ans Infotainment. So beherrscht der Range die wüstesten Abseitigkeiten und bewahrt sich seine traditionelle Unabhängigkeit von befestigten Straßen. Und wie sieht es mit den Kraftstoff- und Unterhaltskosten aus?

Unser Testverbrauch

Land Rover gibt für den Range Rover D350 HSE einen WLTP-Verbrauch von 8,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern an. Von diesem Wert entfernt er sich im Alltag. Wir haben einen Durchschnittsverbrauch von 10,6 Litern ermittelt, was Spritkosten von 18,76 Euro auf 100 Kilometern verursacht. Auf der Eco-Runde verbrauchte der Range Rover 8,2 Liter, während er sich auf der Pendler-Strecke 10,6 Liter genehmigte. Wurde der Range Rover sportlich bewegt, stieg der Verbrauch auf 13,2 Liter. Die Kraftstoffkosten errechnen sich anhand des tagesaktuellen Kraftstoff-Preises auf unserem Partner-Portal mehr-tanken (05.12.2022 / Diesel: 1,77 Euro/Liter). 

Monatliche Unterhaltskosten

Wer so ressourcenschonend fährt wie wir auf unserer Eco-Runde, drückt die Spritkosten für 100 Kilometer auf 14,51 Euro. Die eher heftige Gangart resultiert in einer Summe von 23,36 Euro. Die Kfz-Steuer kostet für den Range Rover 633 Euro pro Jahr, die Haftpflicht-Versicherung beträgt 680 Euro. Teil- und Vollkasko schlagen mit zusätzlichen 445 beziehungsweise 1.206 Euro zu Buche. Monatliche Unterhaltskosten von 576 Euro zahlt, wer den Range Rover 15.000 Kilometer im Jahr fährt. Beträgt die Laufleistung das Doppelte, steigt die Summe auf 989 Euro. Den Wertverlust lassen wir in dieser Rechnung außen vor.

So wird getestet

Der auto motor und sport-Testverbrauch setzt sich aus drei unterschiedlich gewichteten Verbrauchsfahrten zusammen. 70 Prozent macht der sogenannte „Pendler-Verbrauch“ aus. Dabei handelt es sich um eine Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz, die im Schnitt 21 Kilometer misst. Mit 15 Prozent geht eine besonders sparsam gefahrene, ca. 275 Kilometer lange Eco-Runde in die Wertung ein. Die übrigen 15 Prozent entfallen auf die Sportfahrer-Runde. Die Länge gleicht in etwa der Eco-Runde, die Routenführung enthält aber einen größeren Autobahn-Anteil und damit im Schnitt höhere Geschwindigkeiten. Die Berechnungsgrundlage für die Kraftstoffkosten bildet immer die Preisangabe des Portals „mehr Tanken“ vom Tag der Artikel-Erstellung.

Die monatlichen Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleißteilkosten und Kfz-Steuern bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 15.000 und 30.000 Kilometern ohne Wertverlust. Grundlage der Berechnung sind der Testverbrauch, eine dreijährige Haltedauer, Schadenfreiheitsklasse SF12 für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei der Allianz inklusive Vergünstigungen für Garagenparker und die Beschränkung auf bestimmte Fahrer (nicht unter 21). SF12 beutet bei der Allianz einen Rabattsatz von 34 Prozent für die Haftpflicht und 28 Prozent für die Vollkasko.

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