Test: Range Rover Sport SV

Das Topmodell der Range Rover Sport-Baureihe unterhält die illustre Gesellschaft mit einem Potpourri an hochexklusiven, schrägen und teilweise einzigartigen Dingen: Die Stühle tanzen, die Felgen sorgen für Leichtigkeit und Gesprächsstoff, der V8 hat Siegermentalität, das Fahrwerk ist stoisch. Das Wichtigste ist aber: Obwohl im Sport viel geht, leidet der Komfort kaum.

Wo positioniert sich der neue Range Rover Sport SV?

Währen der große Range Rover innerhalb der höchsten Luxusliga in seinen eigenen Sphären schwebt, ist die Konkurrenz für den Range Rover Sport irdischer und größer. Deutsche Premiumhersteller sind in der SUV-Oberklasse höchst engagiert und bringen natürlich auch hochmotorisierte Topmodellen am Start, die von den hauseigenen Sportabteilungen technisch ausgereizt und optisch veredelt wurden. In der sportlichen Markenwelt von AMG, M und RS heißt das britische Pendant SV. Auch in der neuen Generation basiert der Range Rover Sport auf der Plattform des großen Luxus-Bruders (MLA-Flex) – diesmal sind die beiden Autos in der Anmutung, dem Fahrgefühl und nicht zuletzt dem Preis aber noch näher zusammengerückt. Das gilt auch für die neue SV-Variante, die in der getesteten „Edition One“ mit hochexklusiven und entsprechend teuren Ausstattungselementen aufwartet. Zwischen Range Rover und Range Rover Sport besteht nun weniger ein Klassen- als ein Design- und Philosophie-Unterschied. Königlich-erhaben der eine, sportlich-exklusiv der andere. Was für ein Quantensprung, wenn man an die vergleichsweise gemütliche und fast schon hemdsärmelige erste Range Rover Sport-Generation denkt, deren aktive Zeit noch gar nicht so lange zurückliegt.

Wie ist das Design des Range Rover Sport grundsätzlich angelegt?

Seit dem Debüt im Jahr 2005 unterscheidet sich der Range Rover Sport von den meistens deutschen Konkurrenten immer und zuvorderst über das Design. Auch das neue Modell kann sich mit dem Entwurf von Gerry McGovern und seinem Team wieder klar abheben. Die kantig-robuste Art der ersten Generation ist endgültig passé, die nunmehr dritte Generation knüpft an das Design des direkten Vorgängers an, verfeinert es aber mit glatten und elegant gerundeten Flächen noch mal deutlich. Dass der Range Rover Sport auf der ganz hohen Stilebene angekommen ist, liegt zudem an der hochwertigen Ausführung. Überall wurden Flächen geebnet und Übergänge harmonisiert, um die Karosserie aus einem Guss erscheinen zu lassen. Eine Rolle spielt auch der Verzicht auf Muskelspiele mit plump ausgestellten Radhäusern oder Übertreibungen wie ein gierig aufgerissenes Kühler-Maul. Britische Coolness herrscht vor. Das Revier, das der Brite mehr denn je besetzten will, ist der Fashion District. Wie viel ihm an perfekten Proportionen liegt, sieht man beim genauen Hinschauen. Die Sportlichkeit des „Sport“ kommt von der Haltung, die wichtigsten Linien werden anders angewinkelt als beim großen Range Rover: Dachlinie abfallend, Seitenlinie ansteigend, dazu markante Sicken in den Türen. Wie beim großen Bruder ist das Heck der überraschende Part, mit ganz glatten Flächen sowie einer um die Ecken verlaufenden Leiste, die Lichter und Markenschriftzug vereint.

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