MAZDA 3 E-SKYACTIV X IM TEST

Mit der jüngsten Version des Skyactiv-X-Motors kommen ein paar PS dazu, und der Verbrauch soll sinken. Test.

Einen Diesel im Mazda 3? Den haben die Japaner wegen geringer Nachfrage gestrichen. Mit dem e-Skyactiv X ist aber ein Benziner im Programm, der zumindest ein dieselähnliches Kompressionszündungsverfahren (SPCCI) einsetzt.

In der jüngsten Version leistet der Vierzylinder 186 statt bisher 180 PS. Die Änderungen: modifizierte Kolben, eine verbesserte Brennraumform, optimierte Ventilsteuerzeiten und ein von 16,3 auf 15,0 : 1 reduziertes Verdichtungsverhältnis. Das maximale Drehmoment steigt um 16 auf 240 Nm und liegt bei 3000/min an.

Auch wegen eines längeren sechsten Gangs und eines erweiterten Arbeitsbereichs der SPCCI sind die WLTP-Verbräuche um bis zu 0,5 Liter gesunken. Was für Mazdas Flottenverbräuche eine signifikante Verbesserung darstellt, bestätigt sich im Test hingegen nicht: Der Verbrauch fällt mit 6,7 l/100 km ein Zehntel höher aus als beim letzten Testwagen, was im Bereich der Messtoleranz liegt.

Überaus effizient läuft der Motor dennoch, und vor allem koppelt Mazda daran ein vorzügliches Schaltgetriebe. Nur sollte man am Handschalten tatsächlich Freude haben, denn fürs Zwischenbeschleunigen ist das oft nötig. Technisch betrachtet steckt am e-Skyactiv X zwar ein Roots-Kompressor, allerdings schaufelt der die Luft nicht zur Leistungssteigerung in die Brennräume, sondern für das SPCCI-Verfahren. In der Praxis verhält der Zweiliter sich also wie ein herkömmlicher Saugmotor: Die deutlich stärkste Kraftentfaltung und das nachdrücklichste Drehvermögen liegen zwischen 4500 und 6400 Touren an. In diesem Bereich zieht der Motor recht kräftig, bei alltäglicheren Drehzahlen geht es hingegen eher gemächlich vorwärts. 

Beim dynamischen Fahren drehst du den Motor also automatisch in Richtung Anschlag, was gut zum Fahrwerk passt. In den Kurven liefert der 3 viel Fahrspaß, zudem spürt man den Aufbau der Seitenführungskräfte in der wohlabgestimmten Lenkung. Auch die Bremskraftdosierung gelingt mit der Brake-by-Wire-Anlage präzise – und aus 100 km/h steht der Mazda nach nur 34,5 Metern.

Passend zur Fahrdynamik fällt die Federung zwar leicht straff aus, dafür bleibt die Karosserie immer angenehm ruhig. Der allgemeine Komfort liegt auf Topniveau: wegen der vorzüglichen Ergonomie mit niedriger Sitzposition, perfekt angeordneter Armlehnen und eines zurückhaltenden Motorklangs. Dazu die hochwertige Inneneinrichtung und eine gute Dreh-Drück-Bedienung, die ohne Touchscreen auskommt.

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