Kia Niro HEV Platin – Tiger mit hybridem Herz

Den Kia Niro in zweiter Generation gibt es mit drei unterschiedlichen Antriebsformen: Als Plug-in, als Elektrofahrzeug sowie als hybride Variante. Wir testeten den koreanischen Crossover mit Benzin- und Elektromotor an Bord.

Der Kia Niro hat sich seit seiner Markteinführung vor sieben Jahren zum wahren Kassenschlager gemausert. Der kompakte Crossover, zwischen Soul und Sportage angesiedelt, traf den Geschmack zahlreicher Menschen und wartete mit der markentypischen, umfangreichen Serienmitgift sowie den sieben Jahren Garantie auf.

Beides Argumente, die offenbar für das Modell beziehungsweise die Marke an sich sprechen. Aber nun war es Zeit, dem Niro einen Modellwechsel zu spendieren.
Auffällig ist klarerweise das Äußere runderneuert. Die Designer entwickelten dabei vor allem das markentypische Tigergesicht des Niro weiter.

Dieses erstreckt sich nun unterhalb der Motorhaube über die gesamte Breite des ausladenden, kraftvoll gestalteten Frontstoßfängers. Den seitlichen Abschluss des Frontdesigns bildet das charakteristische LED-Tagfahrlicht in Form einer Herzschlagkurve. Die Seitenansicht wiederum kombiniert klare Charakterlinien mit der markanten C-Säule.

Deren Bumerangform, welche durch die LED-Rückleuchten betont wird, gibt dem Profil eine besonders sportliche Note, sind sich die Koreaner sicher. Am Heck sorgen schlussendlich die vertikalen LED-Rückleuchten zusammen mit schlichten, geschmeidigen Oberflächen für ein prägnantes und aerodynamisches Styling. In Summe wirkt der aktuelle Niro auf seinen 18er-Alus deutlich erwachsener, gereifter und dynamischer als sein Vorgänger.

Diese Dynamik kann er dann allerdings beim Fahren nicht vollends weitergeben. Der 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner mobilisiert 105 Pferde sowie ein maximales Drehmoment von 144 Newtonmetern. Zusammen mit dem Elektromotor, einer 44 PS starken Permanentmagnet-Synchronmaschine, leistet das Antriebssystem 141 PS. Das reicht immerhin für das entspannte Cruisen und schont die Brieftasche, denn der 1,47 Tonnen schwere Fünfsitzer gibt sich mit rund fünfeinhalb Litern zufrieden. 

Das Fahrwerk wiederum gibt sich sanft und komfortabel und die Lenkung weiß ebenfalls ob ihrer Präzision zu überzeugen. Die Bremsen erfüllen ihre Dienste ohne Fehl und Tadel und der Fronttriebler kann darüber hinaus mit einer soliden Traktion aufwarten. Die Sechsgang-Doppelkupplung sortiert die Gänge rasch und zielsicher.

In Summe erweist sich der Niro als beständiger, unaufgeregter Begleiter. Er agiert zwar fahrtechnisch nirgendwo herausragend, verhält sich aber bei allen Kapiteln besser als der Klassenschnitt. Der Tiger mit hybridem Herz ist also nicht bissig, sondern eher ein sanfter Geselle.

Der aufgeräumte und wertig wirkende Innenraum weiß ebenfalls zu gefallen. Das Platzangebot geht vorne wie hinten in Ordnung. Die Bedienung des Infotainmentsystems funktioniert klaglos. Die Sprachsteuerung ist mittlerweile auch deutlich besser und lobenswerterweise hat Kia noch für etliche Funktionen klassische Knöpfe und Drehregler montiert und nicht alles in den länglichen Touchscreen verfrachtet.

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