Das sind die 15 besten E-Autos am deutschen Markt

Der Verkauf von Elektroautos zieht an, die Auswahl wächst. Welches Modell soll ich kaufen? AUTO BILD stellt die 15 besten E-Autos vor. Mit dabei: Audi, BMW, Opel, Hyundai, Kia, Tesla, Toyota, Volvo und VW!

Trotz steigender Strompreise: Das Interesse an Elektroautos in Deutschland nimmt weiter zu. Der Anteil der rein batterieelektrischen Autos (BEV) an den Neuzulassungen im Januar bis September 2022 (13,83 Prozent) wuchs gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (9,96 Prozent) um 3,87 Prozentpunkte oder 38,86 Prozent.

Im September 2022 allein betrachtet lag der Anteil der reinen E-Autos an den gesamten Neuzulassungen mit 19,7 Prozent ebenfalls deutlich über dem im gleichen Monat im 2021 (17,1). Zum Vergleich: Der Anteil der neuen Dieselfahrzeuge liegt trotz Steigerung mit genau 17 Prozent weiter hinter den BEV. Kein Wunder, dass auch die Zahl der Anträge auf Kaufprämie zur Förderung der Elektromobilität immer noch beständig wächst.

Die Auswahl an Modellen, Akkugrößen und Ladetechnik wird ebenfalls immer größer. Da wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Daher stellt AUTO BILD die 15 attraktivsten Elektroautos vor. Hier folgen die wichtigsten Infos: was sie können, was sie kosten und was sie besonders macht! (Alle Preisangaben im Artikel sind die der Hersteller, mögliche Förderprämien müssen abgezogen werden.)

▶︎ Kia Niro EV – Kosten-Nutzen-König

Schon die erste Generation des elektrischen SUV-Crossovers Kia Niro fiel durch Top-Effizienz auf: Selbst im Winter kam das Fahrzeug auf einen Realverbrauch von unter 20 kWh je 100 km. Mit dem Nachfolger dürfte es noch besser sein. Er nutzt dieselbe Plattform, hat aber viele Gestaltungselemente aus dem schickeren Kia EV6 übernommen, zum Beispiel das Lenkrad.

Der Kia Niro EV ist eines der sparsamsten E-Autos auf dem Markt. Geringfügig größer als sein Vorgänger, hat er auch einen etwas voluminöseren Akku: 64,8 kWh Strom fasst der Energiespeicher nun. Gab es in der ersten Generation (ab 2018) noch zwei Leistungsstufen, bietet Kia den Niro EV jetzt ausschließlich mit 204 PS an.

Laut WLTP-Norm bis zu 460 km Reichweite

Er fährt bis zu 167 km/h schnell und hat nach WLTP-Messnorm eine Reichweite von 460 km. Beim Vorgänger mit 64 kWh großem Akku und gleich starkem Motor waren 455 km Reichweite dokumentiert. Demgegenüber steht der relativ günstige Preis: Ab 39.990 Euro machen den Niro EV zu einem kleinen Kosten-Nutzen-König.

Besonders komfortabel ist der serienmäßige One-Pedal-Modus. Dann lässt sich das Fahrzeug ausschließlich mit dem Gaspedal fahren; gebremst wird weitestgehend mit einem Handgriff am Lenkrad, der den Grad der Rekuperation steuert. Head-up-Display und Parkassistent sind optional.

Ein Auto, das einfach seinen Job macht

Die Abstimmung des Fahrwerks ist massentauglich: Weder zu hart noch zu anschmiegsam, ein Auto zum Gleiten. AUTO BILD-Kollege Hauke Schrieber nach der ersten Testfahrt mit dem Prototyp: „Der Wagen stellt einen nicht vor Herausforderungen, er funktioniert einfach.“ Der Kia Niro ist ein Auto, das einen in Ruhe lässt und einfach seinen Job macht.
Die Stärke des Kia Niro EV ist vor allem sein Preis-Leistungs-Verhältnis. Schrieber: „Ein Auto, das keine wirklichen Schwächen hat.“

Kia Niro EV (204 PS, 64,8 kWh-Akku, 460 km max. Reichweite); Preis: ab 39.990 Euro 

▶︎ Kia EV6 – eleganter Technologieträger

Der Kia EV6 lädt fast so schnell wie ein Porsche Taycan. Korea kann Elektro! Kona und Co haben es bereits bewiesen, der Kia EV6 kommt auf einer neuen E-Plattform E-GMP vom Mutterkonzern Hyundai.

Die Technik beeindruckt unter anderem mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit: Dank 800-Volt-System bringt der EV6 seinen Akku in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand – oder tankt 100 Kilometer Reichweite in viereinhalb Minuten. Da wird es selbst mit der Kaffeepause knapp.

Auf 4,68 Meter Länge ist der EV6 eher höhergelegter Shooting Brake als SUV. Und fahren kann er auch – in sehr unterschiedlichen Varianten: mit Hinterrad- oder Allradantrieb, mit 58 oder 77,4-kWh-Batterie, mit 170 bis 585 PS Leistung und mit bis zu 528 Kilometer Reichweite.

Fahreindruck von AUTO BILD-Redakteur Andreas May: „Dass so ein Zwei-Tonnen-Koloss sich so handlich und nahezu ohne Wankbewegungen durch die Kurve scheuchen lässt, erstaunt immer wieder aufs Neue. Sie haben alles am EV6 straff ausgelegt, Fahrwerk, Lenkung, im Sportmodus auch die Gaspedal-Kennlinie. Wenn du es darauf anlegst, kommt dir das Auto in jeder Situation eine Nummer kleiner vor.“

Im Innenraum bietet der Kia jede Menge Platz

Gar nicht so klein dagegen das Platzangebot im Innenraum: 2,90 Meter Radstand! Davon profitieren vor allem die Passagiere hinten, sie können die Beine über Kreuz schlagen, ihr Handy via Kabel mit dem Vordersitz oder der Mittelkonsole verbinden oder die 220-Volt-Dose nutzen. Sechs Ladebuchsen haben wir gefunden.

Per Steckdosen-Adapter dient der EV6 als Stromquelle

Zur Not betreibt der EV6 auch Ihre Waschmaschine oder lädt Ihr E-Bike: Per Steckdosen-Adapter dient der EV6 als Stromquelle. Einfach einen Adapter in die Ladebuchse, und die Draußen-Stromversorgung steht – diesen Service bietet allerdings nur die teuerste Ausstattungsstufe.

Andreas May urteilt: „Der neue Kia EV6 ist kein Sonderangebot, aber sein Angebot ist Sonderklasse. Er lädt doppelt so schnell wie die VW-Konkurrenz, fährt sportlich-straff, hat richtig viel Platz. Das derzeit beste E-Auto in dieser Preisklasse.“ Preis: ab 46.990 Euro

▶︎ Mazda MX-30 – hochwertiges Kompakt-SUV

Der zweitkleinste Kandidat in unserer Runde – und der Mazda MX-30 macht viel anders als die anderen. Er hat zum Beispiel einen coolen Innenraum mit ausgefallenen Materialien (Kork, nachhaltige Textilien) und gegenläufig öffnende Hecktüren.

Doch das Türkonzept ist speziell – und erleichtert nicht unbedingt den Alltag. Vor allem in engen Parklücken ist man schnell zwischen den Türen eingepfercht.

Der Mazda kann Alltag am besten

Mit dem kleinen Akku (35,5 kWh) sorgt der MX-30 dafür, dass das Heimweh nach dem Wohnort nicht zu groß wird – die Reichweite beträgt maximal 200 Kilometer.

Stattdessen empfiehlt er sich als cleverer Begleiter im Alltag, kurvt kompakt in die meisten Parklücken und bietet Saft genug für City und kürzere Entfernungen.

Mit 145 PS ist der MX-30 gut bedient

Das mit dem kleinen Akku sei übrigens Absicht, sagt Mazda. Weniger Batteriezellen-Produktion schone die Umwelt, so die Ingenieure. Das Reichweiten-Problem soll bald ein benzinbetriebener Wankelmotor als Mini-Kraftwerk an Bord lösen. Heißt Range Extender, hatte BMW auch schon mal im i3.

Das mittige Display fällt etwas klein aus, dafür gefallen die intuitive Bedienung und die Materialien. Derzeit ist nur eine Antriebsstärke verfügbar, mit 145 PS ist der kleine Stromer aber gut bedient. Und abzüglich der E-Auto-Förderung gibt’s ihn schon für weniger als 25.000 Euro. Preis: ab 35.990 Euro

▶︎ Volvo XC40 Recharge – der fährt bemerkenswert entspannt

Wer zum ersten Mal vor dem Volvo XC40 Recharge steht, muss sich bei 1,86 Meter Breite und 1,65 Meter Höhe erst mal klarmachen, dass es sich um das kleine SUV der Schweden handelt. Die Türen haben klassische Bügelgriffe und geben beim Schließen ein sattes „Plopp“ von sich. Ganz so, wie man es von einem Volvo erwarten würde.

Die große Stunde des XC40 Recharge schlägt, wenn man ihn ganz lässig im Ein-Pedal-Modus durch Stadt und Land bugsiert. Dabei wird man so angenehm entschleunigt, dass es einen wundert, dass dieses Erlebnis noch kein cleverer Marketingtexter zu Wellness während der Fahrt hochstilisiert hat. Dazu passt die sicherheitsbetonte Abstimmung. Sie macht den Volvo zu einem ganz gemütlichen Zeitgenossen.

Komplett vegan ausgekleideter Innenraum

Was die Ausstattung angeht, wird einiges geboten. Das Highlight für Freunde der Nachhaltigkeit: Volvo verzichtet bei der Auskleidung des Innenraums komplett auf tierische Rohstoffe! Dafür gibt es einen erhobenen Daumen. Zumal die 950 Euro teuer Ledernachbildung dem hochwertigen Eindruck keinen Abbruch tut.

Ausbaufähig: Bei winterlichen Temperaturen blieb der 231 PS starke XC40 Recharge mit Frontantrieb deutlich unter der angegebenen Reichweite von 400 Kilometern. Preis: ab 47.500 Euro

zur restlichen Wertung

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