Im Alltagstest zeigte der elektrische Kia EV6 GT Line, dass er mehr drauf hat als schnelles Laden und bärige Kraftentfaltung. Hier sind sechs persönliche Lieblings-Features.
Der zur Verfügung gestellte Testwagen Kia EV6 springt mit nahezu allen Häkchen im Konfigurator von knapp 50.000 Euro in der Basis auf über 69.000 Euro als GT Line mit 239 kW (325 PS) und Allrad in superschickem Mattgrau. Mit dem Glasdach knackt man 70.000 Euro. Das Design ist bullig und ausladend, ein hochgesetztes Coupe auf 20 Zoll großen Alufelgen. Den einen oder anderen interessierten Blick sammelt man damit schon ein. Ich könnte an dieser Stelle über die ansatzlose Kraftentfaltung des Kia EV6 oder das schnelle Laden schwärmen, aber das haben die Kollegen im AUTO BILD-Test bereits abgearbeitet. Hier soll es um besondere Kleinigkeiten gehen, die mir im Test-Alltag besonders gut gefallen haben. Völlig subjektiv.
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1. Assistenz-Systeme
Der Spurhalteassistent und sein Gebimmel beim Streifen von Fahrbahnmarkierungen ist bisweilen gewöhnungsbedürftig. Auf Autobahnen haut das gut hin, auf kleinen Nebenstrecken klingelt es dann doch mehr als nötig. Der Totwinkelwarner mit dem beim Blinken eingeblendeten Kamerabild, dem Symbol im HUD und der Warnleuchte am Spiegel ist hingegen immer hilfreich. Wenn man am Straßenrand aussteigen möchte und Gefahr läuft, einen Radfahrer mit der Tür abzuräumen, bleibt sie verschlossen. Toll! Wer quer zur Straße steht und rückwärts ausparkt, ist dankbar für die Vibration und die optische Warnung, sobald Querverkehr im Anflug ist, den man sonst noch gar nicht gesehen hätte. Klasse! Das gilt auch für den Tempomaten, der im Stau bis zum Stillstand übernimmt und überwiegend gefühlvoll verzögert. Und dann ist es auch noch möglich, den Kia per Knopfdruck einzuparken, mit der Fernbedienung am Schlüssel übrigens auch von außen als Zuschauer.
2. Heißer Hintern, cooler Po
Beim Konzernbruder Ioniq 5 habe ich unter anderem die umständliche Bedienung der „Grundfunktion“ Sitzheizung bemängelt. Der EV6 macht das besser. Ohne Umwege bietet er direkt anwählbare (Touch-)Tasten für die Sitzheizung und die Sitzbelüftung. Deren Stufe wird durch LEDs signalisiert. Allerdings gibt es auch hier den Nachteil von (schicken) Touchflächen: Wer sich an der Konsole abstützt, um etwa etwas an der Klimaanlage einzustellen, läuft Gefahr, unbeabsichtigt die Lenkradheizung zu aktivieren. Glauben Sie nicht? Mir ist es passiert und hat mir bei der Gelegenheit demonstriert, wie angenehm so eine vermeintliche Spielerei sein kann – besonders im Winter. Die Bedienung der Mittelkonsole ist wandelbar: Per Tastendruck verwandelt sich das Bedienfeld vom bekannten Klima-Layout zum Radio- und Menübedienfeld, wo sich die Lautstärke am Drehknopf regeln lässt, der gerade noch die Innentemperatur verwaltet hat. Das Coole: Man sieht vor dem Umschalten nicht, dass man es mit einem Display zu tun hat. Plötzlich sind da andere Tasten. Ein guter Kompromiss aus moderner Anmutung und einem direkten Zugang – ohne in Menüs rumwühlen zu müssen.
3. Sitze aus Flaschen
Echtes Leder gibt es nicht, die Sitzbezüge sind vegan und fassen sich angenehm weich an. Sie gefallen noch mehr, wenn man weiß, dass die Koreaner pro Auto 100 PET-Flaschen recyceln, um daraus den Stoff zu weben. Der Verstellbereich ist groß und reicht bis zur Liegeposition für den Power-Nap beim Ladestop. Wenn man es unanständig fliegen lässt, dürfte es gern mehr Seitenhalt geben. Dafür lässt sich die Temperatur mit Lüftung und Heizung perfekt regeln. Auch abseits der Sitze macht das Interieur generell einen hochwertigen Eindruck.



