Man muss die Mannschaft von Polestar einfach schätzen. In Bezug auf die Entwicklung des Polestar 5 geben sie ehrlich zu, dass sie auf das Budget achten mussten – kein Marketinggeplänkel, keine PR-Floskeln, sondern direkt und offen. Ist der Elektro-GT also eine günstigere Alternative zum Porsche Taycan? Keineswegs. So viel sei schon jetzt angemerkt. Auch wenn der Polestar 5 Performance mit etwa 143.000 Euro rund 34.000 Euro weniger kostet als der Taycan Turbo und etwa 4.500 Euro günstiger ist als der Audi e-tron GT RS. Der Ingolstädter hat dabei mit 630 kW / 857 PS genau 20 kW / 27 PS weniger Leistung als der Taycan Turbo und der Polestar 5 Performance, die beide 650 kW / 884 PS bieten. Zudem gibt es mit dem Denza Z9 GT einen weiteren E-Power-Star mit 710 kW oder 965 PS. Allerdings steht in dieser Klasse die PS-Zahl nicht im Vordergrund. Andere Merkmale sind wichtiger, besonders der anspruchsvolle Balanceakt zwischen Komfort und Sportlichkeit.
Polestar 5: Neues Flaggschiff mit eigenständigem Design und innovativer Plattform
Das ist genau das, was der Polestar 5 verspricht. Mit dem dynamisch gestalteten Limousinenmodell beginnt der schwedisch-chinesische Autobauer eine neue Ära. Heraus aus dem Schatten von Volvo, hin zu mehr Eigenständigkeit und Gleichwertigkeit im Design und in der Technik. Die Designer von Polestar orientieren sich bei der Karosserie an einer Studie, die eigentlich auf dem Genfer Autosalon 2020 für Aufsehen sorgen sollte: dem Polestar Precept. Aufgrund der Absage der Messe kam es jedoch nicht dazu. Stattdessen feierte das Fahrzeug ein Jahr später auf der IAA in München Premiere. „Wir sind froh, dass es dieses Auto überhaupt gibt“, erklärt Deputy Chief Technology Officer Pete Allen.
Das Flaggschiff hat nicht nur eine ansprechende Karosserie, sondern auch eine komplett neue Basis. Die Polestar Performance Architecture (PPA) wird im Polestar 5 erstmals eingesetzt und soll die Grundlage für alle zukünftigen Modelle bilden, einschließlich des E-SUVs Polestar 7. Die Hoffnung auf den Cabrio-Stromer Polestar 6 bleibt bestehen. Die Technik ist bereits vorhanden. Sechs Jahre lang haben die Ingenieure an der neuen Plattform gearbeitet, in dem Bewusstsein, dass diese Architektur zukunftsweisend für die Marke ist. „Die ersten Versuchsfahrzeuge waren Zweisitzer“, erläutert Pete Allen.



