Ford Mustang: Western von Gestern

Es herrscht ein Summen im Ford-Stammwerk wie in einem Bienenstock. Nachdem die Kölner mit reichlich Verspätung endlich die Produktion des europäischen Explorers auf Basis von VW ID3 und ID4 zum Laufen gebracht und dafür sogar den Fiesta geopfert haben, steht die Marke in Europa gar vollends unter Strom.

Doch jetzt mischt sich in den ganzen Elektropop plötzlich wieder ein bisschen handgemachter Motown-Sound – authentisch, ungehobelt, laut und dreckig. Denn zwischen all den E-Autos aus der Vorproduktion parken die ersten neuen Mustang, die es mehr als ein Jahr nach der US-Premiere pünktlich zum 60. Geburtstag jetzt auch wieder zu uns schaffen. Während sie in Köln aufs heftigste mit der Zukunft flirten, kommt aus Detroit deshalb noch einmal ein nagelneuer Sportwagen nach der ganz alten Schule.

Zwar werden sie auf der anderen Seite des Atlantiks nicht müde, vom „All New Mustang“ zu sprechen. Doch zumindest auf den ersten Blick sieht das Pony Car aus wie immer. Und das ist auch gut so. Rock-Giganten wie die Stones, AC/DC oder Guns’n’Roses erfinden sich ja auch nicht für jedes Album neu, sondern spielen immer wieder die gleichen Hits.

Und genauso ist es bei einem Sportwagen, der sich in sechs Dekaden mehr als zehn Millionen Mal verkauft hat und seit über einem Jahrzehnt die Charts anführt: Egal ob mit festem Dach oder mit der Stoffmütze des Cabrios behält der Mustang deshalb die endlos lange Haube hinter seinem stolzen Grill, immer sind die Kotflügel weit ausgestellt und prall gefüllt wie Bruce Springsteens hoch gekrempelte Hemdsärmel und wie immer ist das Heck knackig und gespannt, wie bei einem Wildpferd vor dem Sprung. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man die neue Schärfe im Design, das geglättete Blech und die neuen Leuchten, die hinten mit ihrem Pfeil-Design verspielter wirken, als es einem Mustang guttut.

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