Doppelschlag: Polestar 3 und 4 gehen ans Netz

Durch die Verzögerung beim Polestar 3 kommt es zum beinahe zeitgleichen Auftritt für die Modelle 3 und 4. Das bot Gelegenheit, gleich beide E-SUVs kennenzulernen

Bei Polestar ist derzeit Bewegung drin. Einerseits wechselt der österreichische Chefdesigner Maximilian Missoni zu BMW, und der bisherige Firmenchef Thomas Ingenlath, selbst ein veritabler Designkönner, wurde dieser Tage vom einstigen Opel-Chef Michael Lohscheller abgelöst; der chinesischen Konzernmutter Geely brachte Ingenlath wohl zu schwache Börsenperformance ein. Andererseits schoppt sich die Sache mit den neuen Modellen, sodass jetzt innerhalb weniger Wochen Polestar 4 und 3 praktisch zeitgleich ihren Marktstart erleben.

Auf den 4er war ich persönlich am meisten gespannt, da ich den 3er schon vor zwei Jahren bei der statischen Weltpremiere eingehend kennengelernt hatte. Deshalb hängte ich den Termin gleich an den von BMW (1er und X3) an. Kollege Stephan Schätzl hatte vorher bereits Gelegenheit gehabt und schilderte, wie irritierend der fehlende Rückspiegel, an dessen Stelle ein Kamerabild tritt, für ihn als Gleitsichtbrillenträger sei. In der Tat ist dies das am leidenschaftlichsten diskutierte Detail des neuen SUV-Coupés.

Spieglein, Spieglein durch die Wand: Bei der eigenen ersten Ausfahrt im P4, wie der Polestar 4 verknappt genannt werden mag, musste ich meinen prinzipiellen Vorbehalt, gewonnen aus bisherigen Erfahrungen mit Kamerarückspiegeln bei Audi, Honda, Hyundai, Renault etc. und den dort festgestellten Irritationen bei der Adaption des Auges, revidieren: Unbebrillt geht’s halbwegs; Michael Specht hingegen, mit dem ich mir das Fahrzeug teilte, fand sich als Brillenträger wieder schlecht zurecht. Da zeichnet sich ein Muster ab.

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