KIA-Fahrer fasst 30.000 Kilometer Erfahrung zusammen: Vor- und Nachteile des EV6

Reddit-User u/DaddyOfRascal fährt seinen 2022er Kia EV6 AWD seit nunmehr einem Jahr. 19.000 Meilen (knapp 31.000 Kilometer) war er mit dem Stromer bisher unterwegs. Er hat viele Details am Auto lieben gelernt, benennt aber auch einige nervige Schwachpunkte.

Was u/DaddyOfRascal seinen Lesern bietet, ist ein vollständiger Erfahrungsbericht, der für viele potenzielle Käufer nützlich sein könnte. Dass seine Meinung fundiert ist, beweisen auch die Kommentare unter seinem Post: Vielen hat er aus der Seele gesprochen, im Positiven ebenso wie im Negativen.

Diese Punkte mag der Kia-Fahrer an seinem EV6

„Dieses Auto ist gut gebaut“, beginnt der User seinen ausführlichen Bericht. Innerhalb des ersten Jahres hätten sich keine Teile gelöst, die Lackierung sei perfekt und der Innenraum wirke von den Kunstledersitzen über die Türverkleidungen bis hin zum Armaturenbrett hochwertig und langlebig. Im Fond sei außerdem genug Platz. Besonders gut gefallen ihm die belüfteten Vordersitze – er sei sich nicht sicher, ob er je wieder auf dieses Feature verzichten könne.

Der EV6 sei zudem das leiseste Auto, das er je gefahren habe. Die Geräusche von außen seien „bemerkenswert gering“. Nichts quietsche oder rassele.

Angetan ist der User auch von der Beschleunigung, gerade im Bereich zwischen 50 und 80 Meilen pro Stunde (80 bis 130 km/h). Das Überholen funktioniere so problemlos. Auch die Assistenzsysteme seien hilfreich: der adaptive Tempomat, der Spurassistent, der Tote-Winkel-Assistent. Phantombremsungen oder ähnliches habe es beim Kia nicht gegeben.

U/DaddyOfRascal nennt auch viele Details, die er zu schätzen gelernt hat: die Handablage vor dem Touchscreen zum Beispiel, die eine Bedienung auch bei holprigen Straßen ermögliche. Alle Knöpfe seien hintergrundbeleuchtet und robust. Schließlich sei das Auto optisch attraktiv, was ihm auch andere bestätigen würden. Und im Hinblick auf den Verbrauch sei er zufrieden. Rund vier Meilen schaffe er bei sommerlichen Temperaturen pro kWh, das bedeutet einen Verbrauch von 15,5 kWh pro 100 km.

Diese Punkte mag der Kia-Fahrer an seinem EV6 nicht

Bei so viel Zufriedenheit – und hier wurden noch nicht einmal alle Punkte genannt – fällt die Kritik vergleichsweise bescheiden aus. Die elektrisch ausklappenden Türgriffe seien einfach dumm und der Frunk (Front Trunk = vorderer Kofferraum) falle zu klein aus, um das Ladegerät darin unterzubringen. Für einige Touchscreen-Funktionen würde er sich physische Knöpfe wünschen, da dies die Bedienung erleichtere. Zudem sei das Display hinter dem Lenkrad in bestimmten Positionen ungünstig verdeckt und auf den Spiegel-Seitenkameras würde sich Wasser sammeln, das auch durch den Fahrtwind nicht verschwinde.

Mit dem Schnellladen unterwegs per CCS ist U/DaddyOfRascal sehr unzufrieden. Das sieht er allerdings als Problem des schlecht ausgebauten Ladenetzes in den USA an, weniger als Fehler des Autos.

Auf das Konto der Kia-Entwickler geht allerdings ein weiterer Kritikpunkt: Dass das Auto bis heute keine Funktion zum Vorheizen des Akkus bei kalten Temperaturen hat, stört ihn. Die 800-Volt-Technik kann im Winter so ihre Vorteile nicht ausspielen.

U/DaddyOfRascal schlägt auch vor, die Kameras mehr zu nutzen, um die Umgebung aufzuzeichnen, ähnlich wie Tesla das mit seinem Sentry-Mode anbietet. Dafür brauche es ja nur einen USB-Stick und etwas Software, sonst sei alles schon an Bord.

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