Range Rover Sport: Dieser Plug-in Hybrid vereint Luxus mit Abenteuer

Der neue Range Rover Sport kommt jetzt als Plug-in Hybrid. Wir sind in den Genuss gekommen und durften das Fahrzeug in den engen Straßen Madrids und Offroad im Umland auf die Probe stellen.

Mit fast fünf Metern Länge, über zwei Metern Breite und 1,82 Metern Höhe ist der Range Rover Sport kaum zu übersehen. Der erste Eindruck: Der SUV scheint geradezu vor Selbstbewusstsein zu strotzen, auch wenn sich das neue Modell mit klaren Linien und straff gespannten Flächen in Sachen Design beinahe ein bisschen zurückzunehmen versucht. Gerade gehaltene Scheiben und tief gezogene Seiten leiten die Blicke der Betrachter über die herausfahrbaren Türgriffe und 23-Zoll-Leichtmetallräder hin zur Straße. Kühlergrill und Scheinwerfer wirken beinahe getarnt und reichen einmal um die Kanten des Fahrzeugs.

Range Rover Sport: Fahrergefühl wie im Cockpit

Nach einem ersten optischen Eindruck geht es zum Kennenlernen direkt auf die Straße. Nähert man sich dem Fahrzeug mit passendem Schlüssel, erkennen Sensoren automatisch die Verbindung und fahren die Türgriffe aus. Ein Handgriff und schon kann man sich in den komfortablen Sitz fallen lassen, der aufgrund seiner besonderen Polsterung an einen Clubsessel im Cockpit erinnert. Fahrer und Beifahrer werden beinahe wie in einem Kokon sicher und dennoch bequem eingeschlossen. Selbst bei kurvigeren Strecken und holprigem Untergrund im Gelände bieten die Sitze einen guten Halt, nicht zuletzt aufgrund der konturierten Haptik der Sitzstoffe und der ansteigenden Gürtellinie. Das etwas kleinere Lenkrad liegt gut in der Hand und ermöglicht eine schnelle Kommunikation mit dem Fahrzeug.

Und die braucht es auch in den engen Straßen von Madrid. Trotz der stattlichen Maße des Range Rover Sport gelingt das Manövrieren des P510e vorbei an vollen Fußgängerwegen, unübersichtlichen Kreuzungen und alten Gebäudemauern erstaunlich gut. Aufgrund der dynamischen Sitzposition und Hinterradlenkung bekommt man schnell ein Gespür für die Ausmaße des Wagens. Dank der Command Driving-Sitzposition behält man trotz der wuchtigen Kühlerhaube und der stolzen Größe des Fahrzeugs stets alles im Blick und hat ein Gefühl der Kontrolle im Wageninneren.

Im Automatik-Modus sucht sich die Elektronik des Range Rover Sport selbst den optimalen Antrieb. Will man dem Verbrenner eine Pause gönnen, genügt ein kurzer Knopfdruck und der SUV bahnt sich elektrisch und lautlos seinen Weg. Aufgrund des Elektroantriebes und den dazugehörigen Akkus bringt das Fahrzeug in dieser Konstellation bei 510 PS stolze 2.810 Kilogramm auf die Wage. Am Antrieb ändert das neue Gewicht jedoch nichts. Ein kurzer Wink zum Gaspedal und der Wagen erreicht in knapp 5,4 Sekunden Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 242 km/h. Bei der Optik des Plug-in Hybrids bleiben sich die Briten weitgehend treu – lediglich die zwei Tankklappen links und rechts verraten die angepasste Ausrichtung des Teilzeitstromers.

Straßenorientierter Dynamic-Modus trifft auf konfigurierbare Terrain-Response

Der Übergang vom Stadtverkehr zum Offroad-Abenteuer folgt abrupt. Rund eine Stunde außerhalb von Madrid werden die Straßen plötzlich grober und die Landschaft karger. Die perfekte Gelegenheit den Modus unseres Fahrzeugs zu Wechseln. Denn: Der Range Rover Sport kann auch Offroad! Im Gelände macht der Allradler dem Ruf von Land Rover alle Ehre – auch im reinen Elektromodus. Die dynamische Luftfederung verschafft bei Bedarf eine Bodenfreiheit von bis zu 274 mm. Die optionale Hinterachslenkung mit bis zu 7,5 Grad Einschlag sorgt selbst im starken und unübersichtlichen Gefälle für eine agile Handhabung.

Neben diversen elektronischen Einstellmöglichkeiten wie einem aktiven E-Diff, einer Bergabfahrkontrolle und einem Offroad-Tempomat sorgen vielfältige Kameraperspektiven rund um den Wagen dafür, dass auf dem Display – wie in einer Art Kamerazentrale – alle relevanten Infos jederzeit eingesehen werden können. So kann man spontan auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren. Und das braucht es auch. Denn auf einmal gibt es keine Straße mehr, sondern nur noch Abhänge, steile Anstiege und Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Terrain Response, ein von Land Rover eigens entwickeltes Assistenzsystem, ermöglicht dem Fahrer Informationen im Hinblick auf das zu befahrene Terrain einzugeben. Mithilfe dieser Parameter schafft das System die idealen Voraussetzungen für den Untergrund – egal ob Gras, Schotter, Schnee, Schlamm oder Sand.

Interieur: Sportlicher Luxus kombiniert mit moderner Technologie

Im Inneren des Wagens sind alle wichtigen Features schnell und bequem erreichbar. Das 13,7-Zoll-Digitaldisplay hinter dem Lenkrad bietet dem Fahrer die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Der 13,1-Zoll-Floating-Touchscreen scheint geradezu auf dem schmalen Mittelteil des Armaturenbretts zu schweben. So sind die wichtigsten Bedienelemente nicht nur in unmittelbarer Griffweite, es entstehen gleichzeitig auch geräumige Ablagen, die unter anderem gekühlt als Mini-Kühlschrank (nicht nur in der Hitze Spaniens äußerst hilfreich!) dienen. Ob in den engen Straßen von Madrid oder Offroad im Umland – die Features im Wagen helfen dabei, sich sowohl sicher im unübersichtlichen Innenstadtverkehr als auch im ruppigen Gelände sicher und komfortabel zu bewegen. So werden beispielsweise zu nah kommende Verkehrsmitglieder direkt angekündigt und unangenehme Wankbewegungen in schnell gefahrenen Kurven kaum merklich ausgeglichen.

Die Schaltzentrale in iPad-Format bietet die wichtigsten Informationen und integriert Navigationssystem, Infotainment und vielfältige Einstelloptionen für den Geländebetrieb – alles nur einen Touch entfernt. Einige wenige Funktionen, wie beispielsweise die Klimaanlage, sind via Handschalter zu bedienen. Das Cabin Air Purification Pro-Feature sorgt dafür, dass Gerüche, Bakterien und Allergene in der Luft im Wageninneren reduziert werden. Das integrierte CO₂-Management warnt, sollte der CO₂-Wert im Wageninneren zu sehr ansteigen.

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