Range Rover im Offroad-Test: Luxus-SUV trifft auf Staub und Dreck

Land Rover eröffnet im nordrheinwestfälischen Wülfrath das hauseigene Land Rover Experience Center 2.0 und wir waren live dabei. Über Stock, Stein und durch Wasser ging es unter anderem mit dem neuen Range Rover der fünften Generation.

Mit mindestens 125.900 Euro ab ins Gelände?

Der neue Land Rover Range Rover (2022) kostet in Deutschland mindestens 125.900 Euro. Würdest du mit solch einem Fahrzeug wirklich die befestigte Asphaltpiste verlassen? Wahrscheinlich nicht. Doch hat es das Flaggschiff der britischen Offroad-Marke vor allem zur Berühmtheit gebracht, weil es nicht nur komfortabel, sondern zugleich äußerst geländetauglich ist. Das Technik-Feuerwerk um Mitten- und Hinterachsdifferenzial, zweistufiges Verteilergetriebe, serienmäßige Hinterachslenkung, Terrain Response und einer regelbaren Bodenfreiheit von maximal 284 Millimetern lassen selbst mittlere Wasserdurchfahrten als kleinlich erscheinen. Den Überblick behältst du derweil per 360-Grad-Kamerasystem und der beinahe magisch wirkenden durchsichtigen Motorhaube.

Einen vollständigen ersten (Straßen-)Testbericht zum neuen Range Rover findest du hier.
Wer den Offroad-Kick ganz ohne Angst ums eigene Material erleben will, der hat im nordrheinwestfälischen Wülfrath die Gelegenheit dazu. Hier bietet das Land Rover Experience Center 2.0 nach rund einjähriger Bauzeit ein gänzlich neuangelegtes 17 Hektar großes Grundstück, das zum Austoben einlädt. Es richtet sich mit den derzeit befahrbaren Hindernissen zunächst einmal an den Offroad-Novizen, der vordergründig erste Erfahrungen abseits der befestigten Piste sammeln will. 9.480 Tonnen Schotter, 2.000 m² Rasengittersteine und massive 240 m³ Beton wollen befahren, überfahren und erfahren werden.

110 Prozent bergab? Kein Problem!

Die Wahrscheinlichkeit, eine gänzliche Bruchlandung mit dem teuren Blech hinzulegen, tendiert dank breiter Wege und erfahrener Instruktoren gegen null. Schließlich wurde das markeneigene Testgelände in allerbester Parkmanier so angelegt, dass alle „richtigen“ Land Rover Modelle keine Schwierigkeit haben sollten, es zu bewältigen. Ein wenig Feingefühl kann dennoch nicht schaden, vor allem wenn es über die schmale Baumstammbrücke oder eine 110 prozentige Rampenabfahrt geht. Letztere kostet selbst mit der gespenstisch gut funktionierenden Bergabfahrhilfe noch Überwindung, die grobe Wasserdurchfahrt sorgt derweil nur im eigenen Geiste für nasse Füße.

Aber selbst das Stiefgeschwisterchen des echten Range Rover, der Range Rover Velar mit dem Unterbau des Jaguar F-Pace, überzeugt in Wülfrath mit einer noch ausreichenden Souveränität, die man diesem „Softroader“ zunächst kaum zugetraut hätte. Zwar merkt man hier deutlicher, dass es an Geländehardware fehlt, dafür leistet die Elektronik umso mehr. Wer hingegen die höheren Weihen der Offroad-Experience genießen will, der wechselt natürlich wieder in den echten Range Rover und hier am besten ausgerüstet mit dem bärenstarken 530 PS-V8 von BMW (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 11,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 270 g/km)². Immer mit ordentlich Power versorgt und dank Luftfederung wie auf Kissen gebettet, gibt es kaum ein Gelände, welches das Luxus-SUV nicht spielend erklimmen könnte.

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