Jung, dynamisch und sehr bestrebt: Polestar, die mittlerweile eigenständig firmierende Performance-Marke von Volvo, will den E-Auto-Markt mit dem Polestar 2 grundlegend aufmischen. Ob die Limousine das Zeug dazu hat, zeigt unser erster Test.
Alles an Polestar ist irgendwie anders. Nicht nur die Autos, sondern auch die erste Fahrpräsentation des rein elektrischen Polestar 2. Nicht im Rahmen einer internationalen Veranstaltung fand diese statt, sondern bedingt durch Corona eher intim, ohne viel Tamtam. Per Roadtrip durch die Republik wurde das Elektroauto der Fachpresse und ausgewählten Kunden vorgestellt, ökologisch korrekt mit kurzen Anfahrwegen und damit sehr zum nachhaltigen Markenauftritt passend. Da wirkt es nur stimmig, dass Volvo Chefdesigner und Polestar-CEO Thomas Ingenlath, obwohl in Deutschland geboren, gerne den kecken Schweden raushängen lässt. Grauer Mantel, statt Sakko. Turnschuhe, statt Budapester.
Elektromobilität neu gedacht
Anders als die „Big Player“ tritt man beim Thema Elektromobilität offensichtlich nicht auf der Stelle. Sich selbst und allen anderen will Polestar beweisen, dass Autofahren, aber auch Autokaufen (innerhalb von zwei Minuten auf der eigenen Webseite), in Zukunft anders, vielleicht sogar besser und unterm Strich umweltfreundlicher funktionieren kann. Hinter dem „Nordstern“ steht bekanntermaßen Volvo Cars, die sich mit der Entwicklung und dem Bau moderner Fahrzeuge bestens auskennen. Zusammen mit der chinesischen Geely Holding stehen Polestar zudem starke Finanz- und Produktionsressourcen zur Verfügung, auf die der Elektro-Newcomer natürlich zurückgreifen kann.



