JAGUAR F-PACE SVR

In kaum einer Fahrzeugklasse sind die Sportversionen so begehrt wie bei den Oberklasse-SUV. Bestes Beispiel ist der Jaguar F-Pace. Jedes zehnte verkaufte Modell ist die 550 PS starke Topversion SVR. Die zeigt sich jetzt sportlicher denn je.

Man muss die Zeiten genießen, in denen man noch einen Kraftprotz mit einem derart brabbelnden und sprotzenden Kompressor-Achtzylinder bewegen darf. Die immer strenger werdende Abgasvorschriften machen dem charismatischen Achtzylinder in den nächsten Jahren wohl den Garaus. Das ficht den überarbeiteten Jaguar F-Pace SVR nicht an, denn er darf auch nach der jüngsten Modellpflege nach Lust und Laune aus seinen vier Endrohren brüllen. Zwar nicht mehr ganz so ungehorsam und wild wie in den Jahren vor Euro6, aber immer noch so, dass man sich die Wildkatze nur verlieben kann. Das Paket auf dem 2,1 Tonnen schweren Allrad-SUV ist nicht so perfekt wie der BMW X3 / X4 M, aber auch nicht so aufdringlich wie ein Mercedes AMG GMC 63 und schlicht ein Volltreffer. Unglaublich schnell und dabei immer lässig unterwegs – wer kann das schon von sich behaupten?

Lust auf mehr F-PACE?

 

Die Modellpflege gibt dem sportlichsten Modell der F-Pace-Familie nicht nur das neue Markengesicht, ein deutlich schickeres Heck oder einen edlen Innenraum mit einem endlich besseren Multimediasystem. Auch an Fahrwerk und Fünfliter-V8-Motor wurde in den vergangenen zwei Jahren mächtig gearbeitet. Dabei hätten die umtriebigen Briten in der SVO-Abteolung von JLR dem Sportler durchaus ein paar Pferdestärken mehr unter die mit Lüftungskiemen versehene Motorhaube packen sollen. Dabei ist es nicht so, dass die 404 kW / 550 PS irgendwelche Wünsche offenlassen würden – im Gegenteil. Doch ein neues Modell bekommt normalerweise schon aus Vermarktungsgründen ein leichtes Leistungsplus, das dem V8-Kraftprotz Dank Aufladung durchaus abzuringen gewesen wäre. „Doch wir haben uns bewusst entschieden, die Leistung gleich zu lassen“, unterstreicht Michael van der Sande, Leiter der Abteilung Special Vehicle Operations, „doch der F-Pace SVR fährt sich deutlich anders als zuvor. Das liegt nicht nur an den 20 Nm mehr Drehmoment.“

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