Schon bei unserem letzten Test des kompakten Elektro-SUVs von Volvo waren wir hin und weg von der Beschleunigung in der 300 kW starken Twin-Motor-Version. Damals hieß das Auto noch XC40 Recharge Pure Electric bzw. C40 Recharge Pure Electric. Daraus wurden nun der EX40 und der EC40. Und es gibt eine neue 325-kW-Version.
Wir haben die neue Version des EC40 rund um Volvos Heimatstadt Göteborg getestet und uns weitere neue Funktionen erklären lassen. Außerdem haben wir uns das Schnittmodell zu Antrieb und Batterie nochmal genauer angesehen. Aber hier sind erstmal die wichtigsten Daten der inzwischen vier Motor-Akku-Kombinationen:
Antrieb und Akku
Die neue Version verfügt über einen Performance-Modus. Nur wenn dieser aktiviert wird, stehen die 325 kW zur Verfügung. Das Beschleunigungsgefühl ist wie bei der 300-kW-Version fast schon verrückt – wenn man Gas gibt, fühlt man sich wie über den Asphalt katapultiert.
Kann man den Unterschied zwischen 300 und 325 kW spüren? Da hatte ich schon im Vorfeld Zweifel, und die haben sich bestätigt. Es sind halt nur acht Prozent mehr Power, das Drehmoment blieb sogar gleich. Für die Performance-Version verlangt Volvo einen Aufpreis von 700 Euro. Das ist moderat, aber das Geld würde ich mir trotzdem eher sparen.
Von der Hardware her sind die Heckmotoren im EX40 und EC40 ohnehin alle identisch, wie mir Motoren-Spezialistin Foteini Xanthi in Göteborg bestätigte. Die Permanentmagnet-Synchronmaschine wurde von Volvo selbst entwickelt und liefert bei den Allradvarianten 190 kW, bei den Hecktrieblern 175 bzw. 185 kW. Dazu kommt ein Siliciumcarbid-Inverter an der Hinterachse für erhöhte Effizienz. Der Motor hat eine reine Wasserkühlung, die zwischen einem dem inneren und dem äußeren Gehäuse zirkuliert, so Xanthi. Das Getriebe dagegen besitzt eine Ölkühlung, zum Inverter konnte oder wollte sie nichts sagen.
Vorn kommt bei den Twin-Motor-Versionen noch ein Asynchronmotor eines nicht genannten Zulieferers hinzu. Der liefert bei der altbekannten 300-kW-Version 110 kW, bei der neuen jedoch 135 kW. Auch hier ist der Leistungsunterschied durch Software bedingt; wer die 300-kW-Version kauft, kann die 25 kW sogar per Over-the-Air-Update „nachrüsten“.



