Volvo EX90 und Polestar 3: Produktionsstart verschoben

Volvo und Polestar verschieben den Produktionsstart ihrer großen SUV-Modelle. Der Volvo EX90 und der Polestar 3 sind technisch eng miteinander verwandt; der Volvo ist allerdings etwas größer und bietet drei Sitzreihen.

„Um eine qualitativ hochwertige Einführung des Fahrzeugs zu gewährleisten“, benötige man mehr Zeit für Softwareentwicklung und Softwaretests, schreibt der Hersteller in einer kurzen Mitteilung der globalen Pressestelle. Der Produktionsstart solle deshalb im ersten Halbjahr 2024 stattfinden. Zum Start der Markteinführung macht Volvo keine Angaben.

Als Volvo den EX90 im November 2022 vorstellte, wurde in der deutschen Pressemitteilung kein Datum für Produktionsstart und Markteinführung genannt. In der englischsprachigen findet sich der Satz: „(…) the Volvo EX90 will be built in the USA starting next year and later also in China.“ Laut Autocar war der Beginn der Fertigung ursprünglich auf das vierte Quartal 2023 terminiert. Ab dann sollte die Produktion in Ridgeville (South Carolina) und im chinesischen Chengdu beginnen. Demnach wurde der Fertigungsstart um ein halbes bis dreiviertel Jahr verschoben.

Analog zu Volvo heißt es im jüngsten Quartalsbericht von Polestar:

„Polestar wurde kürzlich darüber informiert, dass zusätzliche Zeit für die endgültige Softwareentwicklung der neuen vollelektrischen Plattform von Volvo Cars benötigt wird und dass der Produktionsstart des Polestar 3 nun im ersten Quartal 2024 erwartet wird.“

Der Polestar 3 wurde am 12. Oktober 2022 präsentiert. In der deutschen Pressemitteilung dazu hieß es, das Auto werde ab Mitte 2023 in Chengdu gebaut, und ein Jahr später auch in Ridgeville. Die Verschiebung betrifft hier also wohl nur die Fertigung in China. Am Produktionsstart des Polestar 4, der für China im vierten Quartal 2023 und für andere Märkte Anfang 2024 erfolgen soll, ändere sich nichts. Demnach könnte in China der Polestar 4 vor dem Polestar 3 auf den Markt kommen.

Die Verschiebung wegen Softwareproblemen mutet seltsam an; denn wenn es nur um irgendwelche Bugs geht, dann könnte eine verbesserte Software ja auch nachträglich noch aufgespielt werden. Das wäre zwar ein zusätzlicher Aufwand, aber beim Hochfahren der Produktion werden zunächst ja ohnehin nur kleinere Stückzahlen gefertigt. Verständlich wäre die Verschiebung für uns nur, wenn nicht ganz klar wäre, ob die verbaute Hardware ausreichend ist, um die geplante Software darauf problemlos laufen zu lassen.

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