Mazda CX-60 Homura e-SKYACTIV PHEV im Porträt

Groß, größer, am größten. Mazda hat sich in den letzten Jahren kräftig weiter entwickelt in der Modellpalette. Nach oben wird jetzt auch im Premiumsegment mit der Homura-Ausstattung der CX-60 mit einem Plug-in-Hybrid mit 327 PS Systemleistung präsentiert. Mit den stattlichen Ausmaßen ist er ein Konkurrenzmodell zu den etablierten Q5 oder X5 der Wettbewerber. Beim Blick auf die umfangreichen Assistenzsysteme, dem ansprechenden Ambiente sowie dem markanten Auftritt stellt sich die Frage, wie gut sich der CX-60 im oberen Premiumsegment fährt.

Das neue Oberklassen-SUV punktet im Auftritt mit prägnant hoch und breit angesetztem Kühlergrill mit beleuchtetem Emblem. Die Motorhaube wirkt lang gestreckt und bietet einen Kontrast zum kurzen Heck. Mit dem Einsatz der neuen langen Plattform als Basis erstreckt sich der SUV auf eine Gesamtlänge von 4,75 m. Und dieser Platzvorteil schlägt sich vor allem im großzügig bemessenen Innenraum wieder. Die Technik unter der Motorhaube erstreckt sich auf einen in Längsform eingebauten Vierzylinder „Skyactiv G“ Vierzylinder-Benzinmotor und einem 129-kW-Elektromotor, der gespeist wird durch einen 17,8 kWh Lithium-Ionen-Akku. Mit insgesamt 500 Newtonmeter Drehmoment wird das gut 2,1 Tonnen schwere Gefährt angetrieben.

Hohe Systemleistungen

Beim Mazda CX-60 hat der Kunde noch die Wahl zwischen Diesel- und PHEV-Antrieb. Moderat fällt gegenüber der Dieselvariante der Preisaufschlag aus. Mit dem Wegfall des Umweltbonus in diesem Jahr sind alle Hersteller auf spürbare Preisabschläge beim PHEV-Antrieb übergegangen. Die stärkste Variante mit der edlen Homura-Ausstattung als PHEV ist mit 54.750 Euro im Listenpreis 500 Euro günstiger als der stärkste Dieselantrieb (Preise Februar 2023).

Der Antrieb wartet mit einer 8-Gang-Automatik und einem Allradsystem auf, das auf allen Terrains mit einem ansprechenden Grip ausgestattet ist. Und nicht nur das, mit einer Anhängelast von bis zu 2.500 kg bietet er darüber hinaus auch Nehmerqualitäten für den beruflichen Alltag oder im Freizeitbereich. Dieser SUV ist auch im Alltag ein gelungener Kompromiss zwischen Kraft und Agilität. Mit 5,8 Sekunden spurtet er zügig aus dem Stand herauf auf 100 km/h. Bei Richtungswechseln spricht das Lenksystem gut spürbar mit einer Rückmeldung an und stellt sich anschließend wieder direkt zum Geradeauslauf auf. Überraschend ist dagegen das schwammig wirkende Gefühl des Bremspedals am Fuß bei ruckartigen Bremsvorgängen. Gerade bei einem so mächtigen SUV sollte das Feedback deutlicher signalisiert werden.

Umfassende Assistenzsysteme

Ein bisschen Zeitgeist schwingt auch mit im CX-60, so erfolgt die Abriegelung der Höchstgeschwindigkeit bei 200 km/h und der rein elektrische Antrieb kann bei vollgeladenem Akku bis zu 63-Kilometer-Reichweite erzielen unter optimalen Bedingungen. Für Fans von Assistenzsystemen, die praktisch für den Langstreckenverkehr eingesetzt werden können, können sich ausgiebig leiten lassen vom Spurasisstenzsystem, der adaptiven Geschwindigkeitsregelung, dem Toten-Winkel-Warner oder dem praktischen Bergabfahrassistenten.

Die Eindrücke vermitteln einen großformatigen SUV mit ausreichend Platz für die großen Touren. Mit der breiten Auswahl an Fahrprogrammen lässt sich jedes Alltagsterrain sehr gut bewältigen. Im Alltag wirklich praxistauglich ist der 360 Grad Monitor für die Rangier- und Parkvorgänge. Bei Langstreckenfahrten interessant ist eine erweiterte Stauassistenzfunktion mit einem automatisierten Lenksystem bis 150 km/h Geschwindigkeit sowie Brems- und Beschleunigungsassistenten.

Wer den CX-60 noch mehr ausreizen möchte, kann zusätzlich noch einen gebremsten 2,5 Tonne schweren Anhänger ankoppeln. Das ist noch einmal eine zusätzliche Option neben dem variablen Stauraum. Dieser lässt sich von 570 Litern durch die klappbaren Rücksitze schnell auf bis zu 1.726 Litern erweitern. Das ist für intensive SUV-Nutzer ein spürbares Argument. Dafür muss man aber auch mit entsprechenden Verbrauchswerten rechnen. Bei unseren Testfahrten mit allen Fahrprogrammen lagen wir laut Displayanzeigen im Winterbetrieb zwischen 9 und 10 Litern Benzin E-10.

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