Jaguar befindet sich in einem krassen Umbruch. Die Designstudie des Type 00 polarisiert dermaßen krass, dass alteingesessene Jaguar-Fahrer irritiert von der neuen Richtung sind. Erst kürzlich erklärte der Geschäftsführer von Jaguar, Rawdon Glover, dass das Unternehmen jedoch akzeptiert habe, viele Kunden nach der Neuausrichtung der Marke zu verlieren.
Er schätzt, dass sogar etwa 85 Prozent der ehemaligen Käufer für den neuen Jaguar Type 00 nicht zurückkehren werden. Warum? Nach der Transformation ziele man auf ein völlig anderes Publikum ab. Ebenfalls bekannt ist, dass die Preise in den sechsstelligen Bereich steigen werden. Wohlhabendere Käufer, die radikale Elektrodesigns ansprechen, sind jetzt Ziel der Briten. In einem Interview mit dem australischen Magazin CarExpert beschrieb Martin Limpert, Global Managing Director der Range Rover Submarke, wie das Jaguar von morgen aussehen werde.
„Jaguar steht für Lebensfreude, Modernität und echten Fortschritt – ein Umfeld, das von progressiven Menschen, Kunst, moderner Musik und kreativer Energie geprägt ist. Es geht also ganz klar auch darum, eine jüngere, moderne und ausdrucksstarke Zielgruppe anzusprechen.“
Als Jaguar im vergangenen November seine neue Markenidentität präsentierte, fiel ein Begriff besonders ins Auge: „Exuberant Modernism“. Gemeint ist damit ein Designansatz, der in jeder Facette „fantasievoll, mutig und künstlerisch sein will – einzigartig und furchtlos.“ (Ob wir diesen Eindruck bestätigen können, haben wir in unserem ersten Aufeinandertreffen dokumentiert)
Was nach einem radikalen Bruch mit der Vergangenheit klingt, versteht Designchef Gerry McGovern allerdings als Rückbesinnung auf die eigentlichen Wurzeln der Marke: „Wir kehren zu den Werten zurück, die Jaguar einst so beliebt gemacht haben – aber wir übersetzen sie für eine moderne Zielgruppe. Wir schaffen Jaguar für die Zukunft neu und geben der Marke ihren Platz als inspirierendes, bereicherndes Aushängeschild für Kunden und Community zurück.“



