Erste Fahrt im Honda Jazz Advance Sport e:HEV

Honda startet in eine elektrifizierte Zukunft und sorgt mit drei neuen teil- und vollelektrischen SUVs dieses Jahr für frischen Wind. Aber auch die aktuelle Modellpalette wird überarbeitet – der Kleinwagen Jazz erhält mehr Power und ein überarbeitetes Hybridsystem.

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Honda hat eine ambitionierte Zukunftsstrategie: 30 elektrifizierte Modelle bis 2030. Aktuell sind einige Fahrzeuge bereits mit dem ausgeklügelten e:HEV-Hybridsystem zu haben. Dieses Jahr bringt der japanische Autobauer nach dem bisher einzigen vollelektrischen Modell Honda e drei neue teil- und vollelektrische SUVs nach Europa.

Doch nebst neuen Modellen wird die momentane Produktpalette einer Überarbeitung unterzogen. Jetzt ist der Kleinwagen Jazz an der Reihe. Der 4,09 Meter kurze Knirps bietet mehr Power, ein überholtes Hybridsystem und neu sogar eine Sportversion. Wir konnten den Advance Sport nun bereits einige Wochen vor dem offiziellen Marktstart unter die Räder nehmen.

Mehr Power, auch in der Optik

Alle Modellvarianten erhalten durch die Optimierung des 2020 im Jazz eingeführten e:HEV-Antriebs mehr Leistung. Bei dem System dient der Benziner lediglich als Stromgenerator, während ein E-Motor allein für Vortrieb sorgt. Der Elektromotor des Jazz erhält einen Zustupf von 10 kW (13 PS) auf jetzt 90 kW (122 PS). Der 1,5-Liter-Benzinmotor leistet neu 78 kW (107 PS). Das maximale Drehmoment bleibt mit 253 Nm (E-Motor) bzw. 131 Nm (Benziner) unverändert. Je nach Variante beschleunigt der Jazz in 9,4 bis 9,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und wird maximal 175 km/h schnell. Der Norm-Verbrauch liegt bei 4,6 l/100 km.

Optisch verändert sich am Kleinwagen hingegen nicht allzu viel: Frische Farben, neue Kunstleder-Materialien im Innenraum, neues Kühlergrill-Design, dunklere Scheinwerfer-Einfassungen und Leichtmetallfelgen. Der rustikaler gestylte Jazz Crosstar erhält ein robusteres Aussendesign mit silbernen Einsätzen im Stossfänger und passende Seitenschwellen. Neu gibt es bei allen der knapp 1300 Kilogramm schweren Jazz-Versionen eine Anhängerkupplung mit 500 Kilogramm Anhängelast. Zudem bleibt der Kleinwagen mit 300 bis über 1200 Liter Fassungsvermögen im Kofferraum ein echter Lademeister in seiner Klasse.

Sportlicher Kurvenflitzer

Die Modellversion Comfort weicht dem Advance Sport. Dieser bekommt zusätzliche Designelementen im Innenraum, dazu einen sportlicheren Kühlergrill, dynamischer wirkende Frontlippe und 16-Zoll-Alufelgen. Die Federrate an der Front wurde um acht Prozent verringert, am Heck um 20 Prozent – mit steiferen Dämpfern sorgt das für mehr Traktion und ein dynamischeres Fahrverhalten.

Wie es sich für einen Stromer gehört, spurtet der Jazz am Rotlicht verzögerungsfrei los. Auf den kurvenreichen Überlandstrassen der Testtour macht der Kleine einen guten Eindruck: Der Antritt zackig, das Fahrwerk im Vergleich zum Vorgänger zwar straffer, aber immer noch komfortabel genug. Das Zusammenspiel der Motoren geschieht meist unbemerkt: Im Stadtverkehr und bei wenig Tempo rollen wir elektrisch leise – nur bergauf und beim starken Beschleunigen heult der Verbrenner mithelfend auf. Durch die Rekuperation beim Bremsen fährt sich der Jazz fast wie ein gewöhnliches Elektroauto.

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