Honda Jazz Crosstar im Test

Großer Wurf ganz klein: Der Honda Jazz reiht sich mit seinem neuen Hybridantrieb und pfiffigem Design bei jenen Kleinwagen ein, die im Nachhaltigkeitstrend Aufwind bekommen sollten.

Von wegen, die kleine Klasse ist tot. Die Verkostung des Honda Jazz -in diesem Fall in der kunststoffbeplankten Variante Crosstar, welche mit mehr Bodenfreiheit und Dachreling wohl den Naturburschen in der Ursprungszielgruppe Stadtmenschen ansprechen soll -gerät zum ganz und gar vergnüglichen Erlebnis. Es muss nicht immer riesig sein. Es lebe die kleine Klasse!

Als größter Verbrennungsmotorenbauer der Welt steht Honda naturgemäß ein bisschen auf Kriegsfuß mit der Elektrifizierung. Immerhin zollt man dem Zug der Zeit mit einer neuen Generation von Vollhybriden Tribut, als deren erster Vertreter hierzulande der Jazz mit dem sogenannten e:HEV-Hybridsystem ausgestattet ist. Dieses spannt zwei kleine Elektromotoren mit einem 1,5-Liter-Benziner vor den sprichwörtlichen Karren, was bestechend smooth und so effizient vonstattengeht, dass der Wagen auch vor den omnipräsenten Sittenwächtern unserer Zeit bestehen könnte, sollte sich einer von denen mal im Cockpit des Jazz festkleben.

Unser Testverbrauch pendelte um fünf Liter, in Stadtverkehr und Schmuddelwetter. An elektronischen Helfern mangelt es dem Jazz ebenfalls nicht. Man kann geteilter Meinung sein, ob das Auto jetzt auch schon einen „Personal Assistant“ braucht, es sei erwähnt, dass es im Haushalt des Autors keinerlei Siris, Alexas oder andere digitale Butler braucht. Die sicherheitsrelevanten Assistenzsysteme funktionieren jedenfalls, im Zweifelsfall sogar ein bisschen zu nervös für unseren Geschmack.

New Connectivity

Das Platzangebot ist wiederum ein erstaunlicher Pluspunkt auf der Liste, selbst im Fonds hat man mit Kindersitz und erwachsenem Passagier keine Probleme, wenn man nicht aus dem Lande Brobdingnag stammt. Alles im Rahmen des Möglichen natürlich, große Umzüge wird man mit dem immerhin knapp 300 Liter fassenden Kofferraum sicher nicht stemmen. Dafür finden sich jede Menge Ablagen, Cupholder und sonstige Winkerln, in denen der Messi in uns jede Menge Münzen, Büroklammern oder Kassenzettel bunkern kann, wenn ihm danach ist.

Gut gelungen ist dem Hersteller jedenfalls das Design im Allgemeinen und die positive Beeinflussung der „User Experience“ im Cockpit im Besonderen. Schick, aufgeräumt und so bedienbar, dass man nicht stehenbleiben muss, um den Scheibenwischer aufzudrehen. Selbst im voll ausgestatteten Tester lässt sich, was man braucht, per Knopferl bedienen, ohne dass das Cockpit altbacken wirkt, im Gegenteil. Schön.

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