Kia treibt seine E-Offensive mit dem neuen EV5 voran. Der Kompakt-SUV überzeugt durch Alltagstauglichkeit, clevere Details und faire Preise. Mit 530 Kilometer Reichweite und 218 PS Leistung zielt er direkt ins Herz des umkämpften Segments.
In Korea zieht man Dinge gerne konsequent durch – typisch für die Mentalität des Landes. Wenn sie etwas machen, dann machen sie es richtig – auch bei der Elektromobilität. Während VW noch um den Anschluss kämpft, treibt Kia seine E-Offensive entschlossen voran. Mit EV3, EV4, EV9 GT und PV5 steht eine ganze Modellfamilie in den Startlöchern. Den Abschluss bildet der EV5, ein Kompakt-SUV mit klarer Linie und viel Vernunft.
Optisch zeigt der EV5 seine Verwandtschaft zum grösseren EV9 – kantig, aufrecht, mit markanter Lichtsignatur. Das wirkt modern, wenn auch etwas zurückhaltend. Ein wenig Mut à la Kia Stinger oder Soul hätte dem Design gutgetan. Mit 4,61 Metern Länge zielt der EV5 direkt ins Herz des Kompaktsegments und trifft dort auf harte Konkurrenz: VW ID.4, Skoda Enyaq, Toyota bZ4X oder Peugeot e-3008.
Alltagstauglichkeit und Raumgefühl
Käufer eines Kompakt-SUVs schätzen Praktikabilität – und hier punktet der EV5. Der Kofferraum fasst 566 Liter, zusätzlich gibts vorne einen 44-Liter-Frunk. Mit umgeklappter Rückbank entsteht eine ebene Liegefläche von zwei Metern Länge – ideal für Camping oder Powernaps. Clever: Das Fahrzeug kann über V2L (Vehicle-to-Load) externe Geräte mit Strom versorgen, etwa beim Grillabend oder am See. Im Kofferraum helfen variable Schienen und Haken beim Verstauen.
Im Cockpit setzt Kia auf Übersicht. Ein Panoramadisplay vereint drei Bildschirme: ein 12,3-Zoll-Kombiinstrument, ein 12,3-Zoll-Zentraldisplay und dazwischen ein 5,3-Zoll-Touchscreen für die Klimatisierung. Die Menüstruktur ist intuitiv, die Bedienung schnell erlernt. Unterhalb der Lüftungsdüsen befindet sich eine separate Leiste für Klima- und Audiofunktionen, dazu berührungssensitive Kurzwahltasten. Zahlreiche Ablagen und durchdachte Details sorgen für Alltagstauglichkeit. Nur bei den Materialien im unteren Bereich ist der Rotstift der Entwickler zu spüren – doch das ist auch bei manch teurerem Konkurrenten nicht anders.



