Sportlicher Ford Mustang Mach-E elektrifiziert

Der Ford Mustang Mach-E bricht gleich mit zwei Traditionen, der V8 weicht einem vollelektrischen Antrieb und dann ist der sportliche Mustang auch noch höher gelegt und mutiert zum SUV? Wie gut das trotzdem funktioniert, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) zwei Wochen lang in der Praxis getestet.

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Der Ford Mustang Mach-E bricht gleich mit zwei Traditionen, der V8 weicht einem vollelektrischen Antrieb und dann ist der sportliche Mustang auch noch höher gelegt und mutiert zum SUV? Wie gut das trotzdem funktioniert, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) zwei Wochen lang in der Praxis getestet.

Der „Mustang“ wird also Familienfreundlich dank erhöhter Einstiegsposition und ist durch Fehlen des V8 Motors kein Krawallbruder mehr, also auch ideal geeignet um Sonntags vormittags zum Bäcker zu fahren, ohne den Zorn der Nachbarschaft auf sich zu ziehen.

Wir wagen zuerst den Blick unter die Motorhaube und finden außergewöhnlich viel Platz vor. Der Elektromotor ist unter Plastik versteckt, dafür erblicken wir einen schier riesigen Frunk, in dem sich bis zu 80 Liter verstauen lassen und der sich auch ganz leicht mit Wasser auswaschen lässt. Der Ablauf ist durch einen Deckel geschlossen, welcher sich entfernen lässt. Ideal also für alle Aktivitäten, bei denen die Kleidung/Wanderschuhe oder sonstiges Zubehör etwas schneller dreckig werden kann.

Alternativ verstaut man einfach die Ladekabel entsprechend vorn in der Nähe des Ladeanschlusses, welcher sich günstig gelegen vorn auf linker Seite befindet. Dies erleichtert vor allem das Laden an Schnellladesäulen, ohne dass groß rangiert werden muss. Auch wenn der Mustang Mach-E dies dank exzellenter, hochauflösender 360 Grad Parkkamera ohne Probleme stemmt, einen Parkpilot kann man ebenfalls zur Hilfe aktivieren.

Wir fahren die Mach-E Variante mit dem kleinen Antrieb, bedeutet 198 kW/269 PS Leistung, 430 Nm Drehmoment und eine Beschleunigungszeit von 6,9 Sekunden von 0 – 100 km/h. Mit bis zu 180 km/h Höchstgeschwindigkeit geht es über die Autobahn, falls man zwischenzeitlich an einem Schnelllader nachladen muss, stehen bis zu 115 kW Ladeleistung bereit. Das reicht, um die 75,4 kWh fassende Batterie des knapp zwei Tonnen schweren Mustangs in gut 38 Minuten von 10 – 80 Prozent zu laden.

Wer Reichweitenbedacht fährt, kann bis zu 440 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen (WLTP), in der Praxis mit aktiver Klimatisierung und etwas zügigerer Fahrweise verringert sich dieser Wert natürlich entsprechend. Die drei Fahrmodi „Aktiv“, „Zahm“ und „Temperamentvoll“ ändern den (künstlichen) Sound und die Gasannahme variiert entsprechend. Das Fahrwerk ist Ford typisch etwas sportlicher ausgelegt.

Nachdem wir die (mini) Türgriffe versucht und dann auf die Tür-Taste ausgewichen sind, öffnet der Mach-E und gibt den Innenraum preis. Sofort fällt das 15,5 Zoll riesige Infotainmentdisplay auf, die erste Angst einer komplizierten Bedienung wird aber direkt entschärft. Der Mach-E mit SYNC-4 Infotainmentsoftware inklusive Navigationssystem bedient sich wirklich intuitiv und die Bedienelemente sind sinnvoll angeordnet. In der unteren Mitte befindet sich noch ein Drehregler, um haptisch die Lautstärke des starken B&O Soundsystems (Bestandteil des aufpreispflichtigen „Technikpaket 1“ Zubehörpaketes) zu regulieren. Darunter findet sich dann die Klimasteuerung, ebenfalls per Touch zu bedienen, aber auch wieder einfach nutzbar.

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