Zwei neue cloud-basierte Sicherheitssysteme ab sofort serienmäßig für alle Volvo Modelle

Die interne Volvo Sicherheitsforschung zeigt, dass der Verkehrssituation angepasste Geschwindigkeit das Unfallrisiko erheblich verringern kann. Vernetzte Sicherheitstechniken können frühzeitig auf mögliche Risiken aufmerksam machen und dafür sorgen, dass der Fahrer sich auf die Gefahr einstellt und sein Verhalten rechtzeitig anpasst.

„Der Austausch von Echtzeit-Sicherheitsdaten zwischen Fahrzeugen kann Unfälle vermeiden“, erläutert Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. „Volvo Fahrer tragen direkt dazu bei, Straßen für andere sicherer zu machen, und profitieren auch selbst von rechtzeitigen Warnungen vor potenziell gefährlichen Bedingungen.“

Mit der Einführung der Systeme in Europa erneuert Volvo auch seine Einladung an die Automobilindustrie, sich am Austausch anonymisierter Sicherheitsdaten zu beteiligen. Das Teilen dieser Daten in Echtzeit kann erheblich zur Verkehrssicherheit beitragen und bei zunehmender Vernetzung der Fahrzeuge noch mehr an Bedeutung gewinnen. Seit dem vergangenen Jahr nutzen bereits Volvo Cars und Volvo Trucks in Schweden und Norwegen solche Daten, um Fahrer vor Gefahren in der Nähe zu warnen.

„Je mehr Fahrzeuge beteiligt sind, desto sicherer werden unsere Straßen“, so Ekholm weiter. „Wir hoffen auf die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, die sich ebenso der Verkehrssicherheit verschrieben haben wie wir.“

Funktionsweise der Systeme

Bei ihrer Einführung waren die Volvo Systeme die ersten ihrer Art in der Automobilbranche. Sobald bei einem damit ausgestatteten Volvo das Warnblinklicht eingeschaltet wird, sendet der Hazard Light Alert (Gefahrenwarnung) über die Cloud ein Signal an alle Volvo Fahrzeuge in der Nähe und warnt vor der möglichen Gefahrenstelle. Besonders nützlich ist diese Funktion vor unübersichtlichen Kurven und vor Kuppen.

Der Slippery Road Alert (Warnung vor rutschigen Straßen) erhöht die Aufmerksamkeit des Fahrers für die aktuellen und kommenden Fahrbedingungen. Dazu sammelt das System mit Hilfe der Lenk-, Brems- und Beschleunigungssensoren der verbundenen Fahrzeuge Daten über die Straßenbeschaffenheit bzw. den Reibwert des Belags und übermittelt diese anonymisierten Informationen zum Straßenzustand an alle Volvo Modelle in dem betroffenen Bereich. Der Fahrer wird dann über eine optische und akustische Warnung vor den vor ihm liegenden rutschigen Abschnitten gewarnt und kann seine Fahrweise entsprechend den Bedingungen anpassen.

Im vergangenen Monat hat Volvo eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, mit denen das Unternehmen ein besseres Fahrerverhalten fördern und die Sicherheit erhöhen möchte. So wird ab 2020 die Höchstgeschwindigkeit bei allen neuen Volvo Fahrzeugen auf 180 km/h begrenzt. In den frühen 2020er Jahren wird Volvo außerdem damit beginnen, seine Fahrzeuge mit Innenkameras und anderen Sensoren auszustatten. Diese überwachen den Fahrer und erlauben ein Einschreiten des Fahrzeugs, wenn sie erkennen, dass der Fahrer unter Rauschmitteleinfluss steht oder abgelenkt ist und ein Unfall mit schweren oder tödlichen Verletzungen droht.

Darüber hinaus hat das Unternehmen angekündigt, seine Sicherheitsforschungen in einer zentralen digitalen Bibliothek frei zugänglich zu machen, und die Automobilindustrie zur Nutzung dieser Datenbank aufgefordert, um die Straßen für alle sicherer zu machen.

Hinweis an die Redaktionen:

*Hazard Light Alert und Slippery Road Alert sind für alle Volvo Modelle ab dem Modelljahr 2016 verfügbar, die auf der skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) oder der kompaktem Modular-Architektur (CMA) basieren.

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