Test Mazda MX-5 Roadster 132 PS Homura (2025): Der letzte echte Roadster

Der Mazda MX-5 ist mehr als ein Auto – er ist eine fahrende Liebeserklärung an den analogen Fahrspaß. In der Homura-Version bringt er alles mit, was sportliche Herzen höherschlagen lässt: Recaro-Sitze, knackiges Getriebe, Bose-Sound und Rays-Felgen. Warum man ihn trotzdem nicht jedem empfehlen kann.

Einführung: Der letzte seiner Art

Roadster? Heute fast ausgestorben. Und schon gar nicht bezahlbar. Mazda aber hält mit dem MX-5 weiter die Stellung – als einziger Hersteller, der einen leichten, heckgetriebenen Sportwagen mit Stoffverdeck und Handschalter zum fairen Kurs anbietet. Und das schon seit gut 10 Jahren nahezu unverändert. Die seit dem jüngsten Facelift verfügbare Ausstattungslinie Homura setzt dabei noch einen drauf: mehr Ausstattung, mehr Sportlichkeit, aber ohne das Gewicht nach oben zu treiben. Kein Turbolader, kein Allrad, kein Schnickschnack. Nur du, das Auto und die Straße.

Motor & Fahreindruck: Klein, aber oho

132 PS aus einem 1,5-Liter-Saugmotor – das klingt im ersten Moment nach Magerkost. Ist es aber nicht. Zumindest nicht, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Der Motor dreht willig bis über 7.000 U/min, spricht fein an und wirkt im Zusammenspiel mit dem knackigen 6-Gang-Handschaltgetriebe wie ein Dirigent für den Fahrspaß.

Und wer sich hinter dem Lenkrad des kleinen Japaners doch einmal auf die Autobahn traut, merkt schnell: Für die linke Spur fehlt ihm die Lunge, aber dort gehört der MX-5 ohnehin nicht hin. Sein Revier sind Landstraßen, Serpentinen, Sonnenuntergänge.

Fahrwerk & Fahrgefühl: Wie auf Schienen

Das Fahrwerk ist ein Meisterwerk der Balance: straff, aber nicht hart; agil, aber nie nervös. Jedes Lenkradzucken wird direkt umgesetzt, das geringe Gewicht von rund einer Tonne macht sich bei jedem Einlenken bemerkbar. ESP? Ja, gibt’s. Aber eigentlich braucht man es ob der geringen Nennleistung kaum. Brembo-Bremsen sorgen für exzellente Verzögerung, ohne giftig zu wirken. Wer einmal ambitioniert mit dem MX-5 Kurven gefahren ist, wird verstehen, warum dieses Auto seit Jahrzenten einen Kultstatus innehat.

Ausstattung & Innenraum: Wenig Platz, viel Emotion

Wer jedoch größer als 1,85 Meter ist, sollte vor dem Kauf eine etwas längere Sitzprobe machen – und ehrlich zu sich sein. Denn auch wenn die Recaro-Sportsitze wunderbar stützen und in ihrer Verarbeitung überzeugen: Der Platz ist limitiert.

Dafür punktet der Homura mit einer für einen Roadster üppigen Ausstattung, die gleichzeitig nicht zulasten der Puristik geht: BOSE-Soundanlage, die sogar bei über 160 km/h offen noch überzeugt, Matrix-LED-Scheinwerfer, kabelloses Apple CarPlay, das stabil und blitzschnell läuft, und leichte 16-Zoll-Rays-Felgen (ja, richtig gelesen: 16 Zoll!), die nicht nur gut aussehen, sondern auch ungefedertes Gewicht sparen.

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