Mit dem 6e macht Mazda der Generation E wieder Lust auf Limousinen. Erster Fahrbericht!

VW ID.3, Skoda Enyaq, VW ID.4/ID.5 und, und, und – unter den ersten zehn Elektroautos in der Zulassungsstatistik sind neun Crossover und Geländewagen und schüren den Verdacht, die Elektromobilität sei nur im SUV zu ertragen. Doch jetzt will uns Mazda vom Gegenteil überzeugen, stemmt sich mit dem elektrischen Sechser mal wieder gegen den Trend und macht uns Lust auf eine schmucke Fließhecklimousine.

Die sieht mit ihrem beleuchteten Grill, ihrer athletischen Flanke und dem fließenden Heck samt aerodynamisch günstigem, optisch aber gewöhnungsbedürftigen Undercut nicht nur besser aus als der Hauptkonkurrent VW ID.7. Erst recht, wenn sie in „Soul Red Crystal“ lackiert ist, dem leidenschaftlichsten Rot, das nördlich von Italien jemals angerührt wurde. Sondern der 6e ist obendrein auch noch 20 Prozent billiger als der VW: Während die Niedersachsen bei rund 54.000 Euro starten, gibt es den Mazda ab 44.900 Euro.

Und wenn man ihn – bei einer Länge von 4,92 Metern nicht ganz unberechtigt – mit Oberklässlern wie dem BMW i5 oder dem Mercedes EQE vergleicht, wird er gar vollends zum Schnäppchen und fährt einen Preisvorteil von 25.000 Euro und mehr ein. Da zahlt es sich offenbar aus, dass Mazda mit den Chinesen kooperiert und der 6e mit dem Kooperationspartner Changan entwickelt wurde und auch in Nanjing vom Band läuft.

Deshalb ist der Verführer aus Fernost trotz des Preisvorteils kein Sparbrötchen, ist prall ausgestattet und leistet sich ein Interieur, das Mercedes oder BMW tatsächlich sehr viel näher ist als VW oder Hyundai: Kein anderer Volumenhersteller drapiert so weiches Veloursleder in der Kabine und zaubert eine so schmucke Atmosphäre wie Mazda im neuen Sechser.

Schickes Cockpit mit riesigem Touchscreen

Und auch wenn sie neuerdings einen riesigen Touchscreen einbauen, den man endlich auch während der Fahrt bedienen kann, wirkt das Cockpit nicht wie eine Spielekonsole oder ein TV-Studio, sondern wunderbar klassisch. Wenn sie jetzt noch ein paar mehr Schalter in die neue Generation gerettet hätten und man zum Beispiel die Spiegel noch ohne Bildschirm verstellen oder das Rollo vor dem Panoramadach per Taster öffnen könnte, gäbe es fürs Interieur zur Eins auch ein Sternchen.

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