10 Gründe für den Ford S-Max

Gebrauchtwagentipps sind selten offensichtlich – das wäre ja zu einfach. Drum empfehlen wir diese Woche einmal mehr ein Auto, das vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat. Mit hoher Praxistauglichkeit und enormem Reisekomfort erfreut er dennoch. Die Rede ist vom Ford S-Max der zweiten Generation.

Lang wird es ihn nicht mehr geben, den S-Max. Er wird noch gebaut, aber nur noch mit Hybridantrieb. Ein Nachfolger? Nicht in Sicht. In einer Welt, die immer mehr SUV bevorzugt, ist er eine aussterbende Art. Macht ihn das zum echten Gebraucht-Geheimtipp? Hier sind zehn Gründe, die dafürsprechen, und ein paar kleine, die das anders sehen.

1. Platz, Platz und nochmals Platz

Der S-Max hat Platz und davon viel. Mehr noch: Das üppige Raumangebot beginnt bei massenhaft Kopf-, Schulter- und Beinfreiheit für die Insassen in Reihe eins und zwei. Nur auf den beiden optionalen Sitzen in Reihe drei wird es konstruktionsbedingt etwas enger. Bleiben Sie im Boden versenkt, passen rund 700 Liter ins Heck, klappt man alles um, landet man bei etwa 2.200 Litern. Für ein Nicht-Nutzfahrzeug ist das ein enorm guter Wert. Unterstrichen wird das Ganze durch knapp 800 Kilo Zuladung – je nach Ausstattung und Motorisierung auch eine Spur weniger. Ein auto-motor-und-sport.de-Kollege demonstrierte all dies einst eindrucksvoll, indem er eine vollständige Einbauküche in seinen privaten S-Max lud.

2. Das erstklassige Fahrwerk

Als Familienvan mit Vorderradantrieb und einigen Pfunden auf den Blechhüften könnte der S-Max auf kurvigen Straßen schwanken, wie ein Krebskutter vor Grönland, ohne dass wir es ihm übelnähmen – Hauptsache gemütlich, Hauptsache flauschig weich auf der Langstrecke. Nun, gemütlich kann er. Doch gleichzeitig fährt er präzise, bietet eine angenehme Portion Straffheit und (mag wagt es kaum zu sagen) ein Quäntchen Fahraktivität! So liegt seine Fahrdynamik viel mehr an einer großen Limousine als an einem behäbigen Van. Chapeau!

3. Ein eleganter Auftritt

Manche Familienautos – das hat schon allein mit Pflegezustand und Nutzungsart – zu tun, riechen nach Penaten, eingetrockneten Trinktütchen und geschmolzenen Wachsmalstiften. Sie strotzen vor Sandkasteninhalt aller Art, tragen alte Pommes und Legofiguren in den Sitzritzen und sehen auch äußerlich so aus, wie vor dem Indoor-Spielplatz vergessen. Ob man hier gern einsteigt und auf die Reise geht, wagen wir vorsichtig zu bezweifeln. Natürlich kann dieses Schicksal auch einem S-Max widerfahren. Doch ihn umweht weniger diese Art von Kindergarten-Aura und mehr der Reiz eines angenehm hochwertigen Autos. Das schon serienmäßig recht hohe Ausstattungsniveau und eine Fülle an luxuriösen Extras tun ihr Übriges. Elegante Linien und geschmackvoller Chromzierrat außen, sehr hochwertige Materialien und technische Schmankerl innen: Der S-Max ist was für Leute, die gern Auto fahren und auch an einem entsprechenden Auftritt interessiert sind.

4. Eine Spielzeugkiste auch für den Fahrer

Gerade sprachen wir von technischen Schmankerln und einem spürbaren Unterschied zur Machart durchschnittlicher Familienautos. Was heißt das genau? Nun, schon bei der ersten – ebenfalls empfehlenswerten – Generation des S-Max war Ford ein Vorreiter in Sachen Tacho-Technik. Ein großes Farbdisplay informierte seit dem Facelift 2010 über Bordcomputer-Funktionen. Der zweite S-Max, um den es hier geht, verwöhnt mit einem großen teildigitalen Kombiinstrument mit unzähligen Anzeigefunktionen und clever gemachtem Anzeigekonzept. In der glattflächigen Mittelkonsole finden sich recht logisch verteilt hübsche feine Tasten, die an japanische Stereoanlagen erinnern, sowie das große Ford-Navi mit Touchbedienung. Anders als in Kuga und Co. ist es auch mit kurzen Armen und ohne Fernglas gut zu bedienen. Optional, aber sehr empfehlenswert: Die guten LED-Matrixscheinwerfer.

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