Volvos Elektromarke Polestar, durch die Konzernzugehörigkeit zu Geely eigentlich mehr chinesisch als schwedisch, baut seine noch schmale Palette zügig aus. Wir haben uns den Polestar 2 mit Frontantrieb zu Gemüte geführt.
Der erste Eindruck ist immer der optische. Schönes Auto. Sehr schönes sogar. Da versteht man, warum Geely Chefgestalter Thomas Ingenlath, auf dessen ästhetisch hochkarätigen Einsatz auch sämtliche aktuellen Volvos zurückgehen, gleich zum Firmenchef gemacht hat.
Polarstern. Begann seine Laufbahn am automobilen Sternenhimmel als Polestar Engineered, also in der Performance-Ecke von Volvo, vergleichbar M bei BMW oder AMG bei Mercedes. Inzwischen ist das aber eine der angesagtesten E-Auto-Marken, und der Ausbau der Palette schreitet zügig voran, Polestar 3 (SUV), 4 (SUV-Coupé) und 5 (GT) scharren schon in den Startlöchern.
Hier und jetzt sitzen wir in einem 2er, Long Range Single Motor, und weil im Bordcomputer 440 km Reichweite bei vollem Ladestand steht, probieren wir das gleich einmal auf der Langstrecke aus und sehen uns an, wie verlässlich diese Ansage denn im wirklichen Leben ist. Da erlebt man ja oft ernüchternde Überraschungen, aber, das gleich vorweg, in dem Fall nicht: Die nordischen Strom-Kilometer schmelzen langsamer als das Grönlandeis und vor allem: als befürchtet.



