Vötters Fahrzeugmuseum

Jede Medaille hat zwei Seiten. So verhält es sich auch beim Fahrzeugmuseum. Als jemand, der nicht grad unwesentlich mit Fahrzeugen zu tun hat, stand ein Besuch natürlich auf meiner Liste. Der erste Regentag im Urlaub bot sich also an, einen Abstecher nach Kaprun zu machen.

Das Hotel, welches zum Museum dazugehört bzw in welchem das Museum untergebracht ist, versprach schon mal einiges. Die Menschenmenge, die uns vom Ausgang entgegenkam, ebenso. Also Eintritt gezahlt und los gings.

Wer öfter auf Flohmärkten oder in Antiquariaten unterwegs ist, kennt ihn: diesen komischen Geruch. Eine Mischung aus abgestandener Luft und Müffel. Gut, soll so sein. Der erste Enthusiasmus nachdem ich „meine“ Puch DS50 gesehen hab verflog aber dann doch relativ rasch.

Grundsätzlich findet man hier an die 200 Exponate. Fahrzeuge, von denen ich nichtmal wusste, dass es sie gibt bzw gab. Leider sind diese allerdings aufgrund von Platzmangel vermutlich, sehr eng aneinandergereiht. Die Beschilderung ist teilweise sehr in Mitleidenschaft gezogen und die Fahrzeuge oftmals nicht oder nur sehr sehr schlecht aufbereitet oder restauriert was wirklich schade ist.

Man bekommt irgendwie das Gefühl als wär lediglich der Sammler noch an der Existenz dieser Ausstellung interessiert was wirklich Schade ist. Das Ganze etwas auffrischen, neu beschildern, die Fahrzeuge aufpolieren und dort wo nötig, restaurieren und alles erstrahlt wieder in „altem Glanz“.

So wie sich das alles jetzt präsentiert vermiss ich jegliche Spannung. Klar, man sucht sich die Fahrzeuge die man kennt. Erfreut sich an längst vergessenen Erinnerungen und der Rest ist ein trauriges Schaulaufen und vermittelt den Charakter eines Besuchs am Oldtimer-Flohmarkt.

So leid es mir tut denn Herr Vötter hat sicherlich, und das merkt man, keine Kosten und Mühen gescheut, diese Sammlung zusammenzutragen.

Nichts desto trotz ist das Museum in jedem Fall einen Besuch wert. Man darf sich halt keine Wolfsburger Autowelt erwarten.

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