TEST: JAGUAR F-PACE P400E

Als sportlich zugespitztes SUV ist der Jaguar F-Pace die schlüssige Alternative zum Porsche Macan. Nach einer Runderneuerung wird die bisherige Schwäche zur Stärke: Der neue Innenraum verbindet moderne Britishness mit edler Qualität und lässigen Technik-Gadgets. Beim Antrieb richtet sich der Focus auf den Plug-in-Hybrid, der zwar Kilos aufladet, aber auch Tempo reinbringt und vollelektrische Etappen zulässt.

Was ändert sich für den F-Pace im Jahr 2022?

Eine Runderneuerung soll den Briten auf den Shoppinglisten nach oben spülen: Außen hat Jaguar sein beliebtestes Modell nur dezent geliftet, die Inneneinrichtung ist aber komplett neu und die Antriebspalette wurde deutlich überarbeitet. Geblieben ist die Positionierung als sportlich zugespitztes SUV mittlerer Größe – der F-Pace ist und bleibt die schlüssige Alternative zum Porsche Macan, muss sich aber natürlich auch gegen alle allen anderen deutschen Premium-SUVs seine Größe durchsetzten.

Neue Antriebe – neuer Favorit?

Ja. Der Focus richtet sich vor allem aus steuerlichen Gründen auf den hier getesteten 404-PS-Plug-in-Hybridantrieb (PHEV) – für die neue P400e-Variante fällt durch die Elektrifizierung keine Normverbrauchsabgabe (NoVA) an, während bei den anderen Modellen inzwischen zwölf bis 34 Prozent aufgeschlagen werden. Im Ergebnis liegt zum Beispiel der tolle Reihensechszylinder-Diesel mit 300 PS (D300) rund 6.000 Euro über dem PHEV. Günstiger fährt man F-Pace nur mit 204-PS-Vierzylinder-Diesel (D200). Nicht mehr im Programm hat der F-Pace die wenig nachgefragten Einstiegsvarianten mit Heckantrieb und Schaltgetriebe. Für finanziell unabhängige Aficionados gibt es dagegen weiterhin den prächtigen Reihen-Sechszylinder-Benziner (P400) und den noch prächtigeren V8-Kompressor (P550).

Hat sich der Auftritt verändert?

Nicht stark, das war nicht notwendig. Der F-Pace hält sich optisch gut, ist unverändert ein sehr schnittiges SUV, das in seiner sportlichen Zuspitzung weiter als viele Konkurrenten geht. Weil ein kleines Lifting aber nie schaden kann, wurde mit dezenten Eingriffen die Breite betont und insgesamt die Strahlkraft wieder erhöht. Übertreibungen verbitten sich die britischen Designer, alles bleibt wohlproportioniert, geradezu klassisch. Andererseits ist Jaguar eine Marke, bei der man über die normale Ausstattung enorme Möglichkeiten hat, seinem Geschmack Ausdruck zu verleihen, wir hätten allein bei den Felgen 14 Varianten von 18 bis 22 Zoll gezählt – bekanntlich sind die Geschmäcker da in Dubai, LA und natürlich schon innerhalb der eigenen Stadtgrenzen sehr verschieden. Mit dem Konfigurator lassen sich jedenfalls ganze Wochenenden verbringen. Aus unserer Sicht ist das R-Dynamic-Design mit den markanten vorderen Lufteinlässen eine gute Wahl. Dazu dann große, aber nicht übertrieben große Felgen, am besten 20 Zoll. Beides kommt beim Testwagen zur Anwendung.

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