Nach einer erstaunlich langen Nacht beim Baseball und der dazugehörigen, völlig eskalierten Siegesfeier stand fest: Ein Notfall-Katerfrühstück musste her. Sofort.
Damit meinte ich definitiv nicht dieses typische, traurige „Continental Breakfast“ im Hotel, das meistens aus bunt chemischen Froot Loops auf Wabbel-Plastiktellern besteht. (Ganz unter uns: Diese Zuckerbomben schmecken drüben zwar etwa tausendmal besser als hierzulande – woran das liegt, weiß kein Mensch, am spärlich dosierten Zucker sicherlich nicht… aber mein Magen schrie nach fester Nahrung).
Rettung in Sicht: Zweimal umfallen bis zum Donut-Himmel
Also raus aus dem Hotel, zweimal gekonnt gestolpert – und zack, standen wir vor Stan’s Donuts. Eine fantastische regionale Kette, die sich voll und ganz auf Donuts und im Grunde alles spezialisiert hat, was man aus Fett, Zucker und purem Glück zaubern kann.
Wir sind natürlich direkt rein und haben ungeniert den Laden geplündert.
Und mal ehrlich: Das, was die Amerikaner unter einem echten Donut verstehen, kriegt hier bei uns nicht mal Dunkin’ so richtig auf die Kette. Es geht zwar grob in die Richtung, aber diese unfassbare Fluffigkeit, dieses sofortige Urlaubsgefühl im Mund – das kriegt man einfach nur drüben überm Atlantik hin!
Die flüssige Bananen-Erdnuss-Fett-Therapie
Mein absolutes, persönliches Highlight: Die Peanut Butter Banana Pockets.
Stellt euch frische Teigtaschen vor, die bis zum Anschlag mit echter Banane und massenweise Erdnussbutter vollgestopft sind. Und mit echter Banane meine ich: Da war gefühlt eine halbe Frucht und ein halbes Glas Erdnussbutter pro Donut drin! Die absolut perfekte Medizin, um den Restalkohol in der Blutbahn blitzschnell durch eine schützende Schicht Fett und Zucker zu ersetzen.
Fazit: Wer auch nur den kleinsten süßen Zahn hat und in Chicago unterwegs ist: Sucht euch unbedingt einen Stan’s Donuts! Es gibt reichlich Filialen in der Stadt. Und falls ihr demnächst fliegt: Bringt mir bitte dringend ein Dutzend mit!
💡 Fun Fact: Wie kam der Donut-Kult aus L.A. nach Chicago?
Weil man nach so einer Zucker-Dosis natürlich wissen will, wer für diese monumentale Katerheilung verantwortlich ist, hier die Story hinter Stan’s:
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Der Westcoast-Import (2014): Eigentlich war Stan’s eine absolute Kult-Institution im sonnigen Los Angeles, gegründet von Stan Berman. Erst 2014 machte der Bäcker-Profi Rich Labriola aus der Geschichte eine Legende für die Windy City: Er freundete sich mit Stan an, schloss eine Partnerschaft und brachte den Laden nach Chicago.
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Deep-Dish-Donut? Nein, ganz so verrückt sind sie dann doch nicht. Auch wenn die Versuchung in Chicago groß ist: Einen Pizza-Deep-Dish-Donut gibt es (noch) nicht.
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Der Socken-Auszieher: Dafür haben sie den sogenannten „LeStan“ erfunden. Das ist im Prinzip ein Croissant-Donut (Cronut), der bis oben hin mit feinster Konditorcreme gefüllt ist. Zieht einem garantiert die Wollsocken aus!
Wenn ihr also das nächste Mal nach einer durchzechten Sportnacht in Chicago aufwacht: Ignoriert das Hotel-Müsli und steuert direkt auf das rosa Schild von Stan’s zu!



