Land Rover Defender 130 First Edition im Test

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach! Der Traum aller abenteuerlustigen Familien also? Schau‘ ma mal …

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Reden wir zuallererst über das Thema „Größe“. Ja, der Defender 130 ist ein großes Auto; über fünf Meter lang. Genauer gesagt sind es mit dem obligatorischen Reserverad auf der Heckklappe stolze 5.358 mm. Damit ist er länger als ein Rolls-Royce Cullinan. Oder, um ein aus dem Alltag vielleicht ansatzweise bekannteres Vergleichsobjekt heranzuziehen: überragt den auch schon mächtig wuchtigen BMW X7 um fast zwanzig Zentimeter. Ja, der Land Rover Defender 130 ist ein großes Auto. Aber immerhin eines, bei dem man von den gewaltigen Außenmaßen auch tatsächlich etwas hat. Das fängt schon dabei an, dass es sich hier eben nicht um eine schnöden 7-, sondern einen Achtsitzer mit gleich fünf Isofix-Positionen handelt, wird aber erst richtig beeindruckend, wenn man auf den vermeintlich billigen Plätzen tatsächlich Platz nimmt. Die Kopffreiheit ist OK, die Kniefreiheit ungefähr auf dem Niveau einer Kompakt-SUV-Rückbank, die Sitzposition angenehm, das Gestühl gut gepolstert und sogar beheizbar … nicht schlecht.

Und noch dazu fühlt es sich fast luftig an. Einerseits, weil hier hinten neben großen Fensterflächen auch ein eigenes Glasdach für reichlich Licht sorgt und andererseits, weil die Sitzposition sozusagen von Reihe zu Reihe etwas höher wird. Wie in einem Stadion oder Theater also. So fühlt man sich selbst kurz vom Kofferraum nicht irgendwie „weggepackt“, sondern sieht tadellos in die beiden Reihen vor einem und sogar noch gut auf die Straße. Worauf wir hinauswollen: Die Formulierungen, die wir Auto-Schreiber so gern für dritte Sitzreihen verwenden, sind hier obsolet. Das sind keine „Notsitze, auf denen Kinder kurze Strecken mitfahren können“. Das sind vollwertige Sitze, auf denen Erwachsene bis an die Adria auf Urlaub fahren können. Vor allem, weil bei Vollbesetzung sogar noch einigermaßen Platz im Kofferraum übrig bleibt. 290 Liter nach VDA. Immerhin mehr als doppelt so viel als in einem Mazda MX-5. Das verheißt freilich auch, dass der größte Defender auch bestens geeignet ist reichlich Zeug statt Menschen zu transportieren: Bis zu 2.078 Liter stehen zur Verfügung, wenn alle Sessel flachgelegt werden, wodurch auch Platz für bis zu 2.111 mm lange Gegenstände entsteht.

Doch wechseln wir in die erste Reihe. Wer sich als Fan der alten Landys umsieht und keinen Spleen für moderne Technik hat (was sich oft ausschließen dürfte), wird freilich die Nase rümpfen. Fest steht aber: Mit den großen Screens und cleveren Multifunktionsreglern schafft der neue Defender ein modern-luxuriöses Ambiente, das auch ergonomisch gut funktioniert. Und dennoch ist alles unverkennbar auf Offroad-Betrieb gebürstet. Alles wirkt massiv sowie robust und der Beifahrer findet direkt vor sich eine griffige Stange zum Festhalten, wenn es mal wackeliger dahingeht.

Eben das ist für den neuen Land Rover Defender freilich nach wie vor alles andere als ein Problem. Auch nicht als 130er, obgleich bei ihm die Departure Angle etwas gelitten hat. Bis zu 28,5 Grad sind es hier, sofern das Luftfederfahrwerk in Offroad-Stellung gebracht wird. Satte 40 sind es derweil im 110er, mit dem er sich zudem den Radstand von 3.022 mm teilt. Heißt: Sein ganzes Wachstum passierte durch eine Verlängerung der Kabine nach hinten. Nicht optimal in Sachen Offroading, hat aber auch entscheidende Vorteile. Objektiv betrachtet etwa blieb so der Wendekreis von 12,84 Metern erhalten, subjektiv wiederum heißt das vor allem, dass sich dieses britische Schiff kaum anders fährt als sein „kleiner“ Bruder. Klar: Parallel parken ist nicht unbedingt ein Kinderspiel, doch auch das klappt. Zudem hilft hier ein wenig auch die Offroad-Orientierung des Autos; parkt man zwischen flachen PKW, passen der Ersatzreifen und – im erwähnten Offroad-Setting bei maximal hochgeschraubtem Luftfederfahrwerk (bis zu 290 mm Bodenfreiheit übrigens) eventuell sogar Teile der Karosserie über die umstehenden Fahrzeuge. Man sollte dann nur nicht vergessen, die Komfort-Funktion mit der automatischen Niveauabsenkung für bequemeres Ein- und Aussteigen zu deaktivieren. Sonst wird’s teuer.

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